Corvey

Wohl leb ich einsam stille Tage (September 1861)

Wohl leb ich einsam stille Tage, als lebt ich nur in mich hinein: Still ward mein Herz, es schweigt die Klage, Trost muß ich selber mir verleihn. Das Liebste hab ich hier begraben, Das Liebste, was mir Gott beschied, doch blieb mir noch von seinen Gaben mein Kind, mein Vaterland, mein Lied. Doch wenn mein […]

Deutsches | Deutschlandlied | Persönliches | 1861


Das Liebste hab ich hier begraben

Das Liebste hab ich hier begraben, Das Liebste, was mir Gott beschied, doch blieb mir noch von seinen Gaben mein Kind, mein Vaterland, mein Lied. Doch wenn mein Lied je ausgesungen, wenn je mein Kind mich auch verläßt, dann halt ich, tief von Schmerz durchdrungen, das Allerletzte gläubig fest. Eins muß mir das Geleit doch […]

Liebesgedichte | 1861


Wofür jetzt alle Deutschen leben

Wofür jetzt alle Deutschen leben, wonach sie sich sehnen und eifrig streben es wird dereinst auf Erden zur vollen Wahrheit werden. Der König, der sich eben jetzt die Königskron‘ aufs Haupt gesetzt, der muß die deutsche Kaiserkrone einst hinterlassen seinem Sohne. Drum laßt uns jetzt das Glas erheben: Der König als deutscher Kaiser soll leben […]

Deutsches | 1861


Der Frieden ruht auf Berg und Tal (Wiegenlied)

Der Frieden ruht auf Berg und Tal, Die Welt will schlafen allzumal. Ein Sternlein blickt zum Fenster ´nein Und fragt: Schläft Kindlein noch nicht ein? „Mein Kind ist gut und folget gern, Das weißt du ja, mein lieber Stern!“ So wünsch´ ich ihm denn gute Nacht, Schlaf wohl, mein Kind! Dein Sternlein wacht. -1862

Wiegenlieder | 1862


Laß die wilden Wogen toben (Am Strande der Zeit)

Laß die wilden Wogen toben ! Ruhig weil‘ ich hier am Strand. Ach ! Mein Heil, es ist nur droben, droben nur mein Vaterland. Droben in den schlichten Räumen wird für mich ein Ruhziel sein Für mein Sehnen, für mein Träumen, meinen Herzens stille Pein. Hier und drüben seh ich schleichen nur der Freiheit Schatten […]

Persönliches | Politische Gedichte | 1863


Immer hör ich Gläser klingen

Immer hör´ ich Gläser klingen, Reden halten, Lieder singen, Manches kräftige Hoch ausbringen. O wie ist es zum Entzücken, wie sie sich die Hände drücken, Deutschland, Deutschland zu beglücken ! Turner, unserer Zukunft Stützen, Sänger, Feuerwehr und Schützen Schwenken Fahnen, Hüt´ und Mützen. Aber Stille wird es wieder, und verklungen sind die Lieder und man […]

Persönliches | Politische Gedichte | 1864


O Herr der Herrn erwache (Schleswig-Holstein)

O Herr der Herrn, erwache ! O bring uns einen Tag, den einen Tag der Rache, der alles sühnen mag ! Zertreten sind die Saaten, die Dörfer sind verheert, wir selber sind verraten, entwaffnet und entehrt. Im eigenen Lande leben wir nur als Fremde noch, den Fremden preisgegeben ziehen wir der Knechtschaft Joch. Wird wohl […]

Deutsches | 1864


An Schleswig-Holstein

Ja, er kam, der Tag der Rache Und wie floh der Danebrog als das Paar der deutschen Adler über Schlei und Eider flog Eure Tage sind gezählet euer letzter Tag kommt bald Enden wird´ s wie Sanewirke eure schändliche Gewalt Rühmt euch eurer alten Siege Freut euch, wie ihr uns gequält Recht und Freiheit habt […]

Deutsches | 1864


Wie herrlich glänzt im Morgentau (In der Frühe)

Wie herrlich glänzt im Morgentau Die grüne blumenreiche Aul Wie ist von neuem belebt der Waldl Wie´s ringsum wiederum hallt und schalltl Du bist erquickt von süßer Ruh´, Mein Herz, wie könntest schweigen du? Dem Herrn des Tages, dem Herrn der Nacht, Ihm sei dein frühester Dank gebracht. (1864)

Gott und Teufel | 1864


Als die Rosen wurden grün (Die erste Rose)

Als die Rosen wurden grün, 0 wie freut´ ich mich so sehr! Und wenn sie nun nächstens blühn, 0 dann freu ich mich noch mehr! Dankbar spendet mir der Strauch Seine volle Blütenpracht; Hab´ ich ihn gepflegt doch auch Und so gerne sein gedacht. Und so soll auch mein Gemüt Blühn in Freud´ und Dankbarkeit, […]

Frühling | Naturgedichte | 1864


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