Schlagwort: Deutsche Lieder aus der Schweiz

Ich armer Sündenbock verschmachte (Minister in der Hölle)

Ich armer Sündenbock verschmachteIn dieser heißen HöllenglutUnd doch, wenn ich es recht betrachteSo geht´s mir immer noch zu gutIch habe mit Rescripten weilandGeplagt die ganze Monarchie:Ich war gewiß für sie kein HeilandUnd dennoch plagten sie mich nie Ich habe mit BerichterstattenGepeinigt manchen braven MannUnd was sie dann berichtet hattenDas sah ich niemals weiter an Ich […]

Allgemein | | 2009


Wir wollen lieben Gottes Wort (Neujahrslied aller Deutschen für 1845)

Freut euch des Lebens, weil noch das Lämpchen glüht! Pflücket die Rose, eh sie verblüht! Wir wollen lieben Gottes Wort Weib, Kind und Eltern immerfort mag auch die märkische Ritterschaft mehr lieben ihren König Freut euch des Lebens… Wir wollen glauben mit Vernunft und nicht den Zwang der Pfaffenzunft; die fahre nach Jerusalem mit ihrem […]

Allgemein | | 1844


Ich wollt es wäre Schlafenszeit

Ich wollt‘ es wäre Schlafenszeit und alles schon vorbei Wir werden von der Fronarbeit doch nun und nimmer frei Zur Arbeit sind wir hier allein dort wird es auch nicht anders sein Der Pfarrer hört‘ s und tröstet sie “Ihr lieben Kinder mein, so etwas gibt‘ s im Himmel nie, da wird nur Freude sein. […]

Gott und Teufel | | 1843


Ich geh auf den sonnigen Hügel (Frühlingslied eines Verbannten)

Ich geh auf den sonnigen Hügel und schau in die grüne Welt. Es hat sich in Freud´ und Hoffnung gekleidet der Wald und das Feld. Ich steh´ auf dem sonnigen Hügel und schau in die Ferne hinein: O könnt´ ich bei meinen Lieben, dort hinter den Wäldern doch sein! O könnt ich die Tage der […]

Allgemein | | 1843


Schenket ein und stoßet an

Schenket ein und stoßet an: Vivat was uns freute ! Ist es auch vor langen Jahren, daß wir flotte Burschen waren, ei, wir sind‘ s noch heute. Auch noch heute haben wir jugendvolle Herzen, und im fröhlichen Vereine wie dereinst bei Sang und Weine Mut genug zu scherzen. Hier soll kein Professor sein, Doktor noch […]

Trinklieder | | 1842


Deutsche Leidenschaft

Wie sie grübeln, wie sie dichten, was das Gut´ und Rechte sei! Wie sie rasch ihr Werk verrichten, eh´ der Zeitpunkt geht vorbei! Seht, wie sie so ernsthaft sitzen, diese Männer voller Mut! Die wie Helden sich erhitzen die wie Helden glühen vor Wut! Kümmert sie, was einst geschehen? Kümmert sie, was jetzt geschieht? Ja, […]

Deutsches | | 1842


Ein politisch Lied ein garstig Lied

Ein politisch Lied, ein garstig Lied, so dachten die Dichter mit Goethen und glaubten, sie hätten genug getan, könnten sie girren und flöten ! Von Nachtigallen, von Lieb und Wein, von blauen Bergesfernen von Rosenduft und Lilienschein, von Sonne, Mond und Sternen doch anders dachte das Vaterland, das will von der Dichterinnung keinen verbrauchten Leiertand, […]

Politische Gedichte | | 1842


Schleppt den Frühling in den Kerker

Schleppt den Frühling in den Kerker denn er ist ein Demagog weil er der gewohnten Herrschaft seines Vaters entzog Uns um unsere langen Nächte und den schönen Schlaf betrog Schleppt den Frühling in den Kerker denn er ist ein Demagog Schleppt den Frühling in den Kerker der die Welt in Aufruhr bringt Bäche rauschen, Bäume […]

Frühling | Politische Gedichte | | 1842


Frühlingslied an der Saale

Ich habe nicht umsonst gerungen umsonst gedichtet und gestrebt ich habe etwas mir errungen was noch den Dichter überlebt. Und wenn ich nichts behalten werde, bleibt mir der kleinen Lieder Ruhm; sonst hab ich nichts auf dieser Erde, das ist und bleibt mein Eigentum. Der Ruhm, daß ich mich niemals beuge im Kampfe für das […]

Frühling | Politische Gedichte | | 1842


Das Rätsel unserer Zeit

Klar ist es jetzt ausgesprochen vor ganz Europa, nicht durch das schreiende Volk, sondern durch die verbündeten Fürsten selbst, daß eine jede Regierung ohne repräsentative Verfassung ein Surrogat, ein interimistischer Notbehelf ist; sie, die Fürsten haben vor Mit- und Nachwelt das Geständnis abgelegt, daß ihre Würde, ihre echte Gewalt mit der Freiheit der Völker stehe […]

Politische Gedichte | | 1842