Ach Gott wie weh tut Scheiden

Liebesgedichte | | 1870

Ach Gott, wie weh tut Scheiden
Von ihr, der Liebsten mein!
In Schwarz will ich mich kleiden,
Will alle Freuden meiden.
Bis ich bei ihr mag sein.

Ich will, wie Efeuranken
Sich schmiegen um den Baum,
So auch von dir nicht wanken
In meinen Taggedanken
Und nachts in meinem Traum.

Leb wohl in Ruh und Frieden,
Leb wohl und denke mein!
Das soll, seit ich geschieden,
Das soll für mich hienieden
Die einzge Freude sein!