Als die Diplomaten tranken (Jusqu´ á la mer)

Als die Diplomaten tranken
„Blücher hoch und hoch das Heer!
Dem wir Freiheit jetzt verdanken
und des Friedens Wiederkehr!“
Nun, da sprach der greise Krieger
vor der Diplomatenschar
er, der mit der Zung´ ein Sieger
wie er´s mit dem Schwerte war.
„Ernten mögen unsere Erben
was wir säten in der Schlacht
Mag die Feder nicht verderben
was das Schwert jetzt gut gemacht!“
Dieses Worte möcht ich schreiben
nicht auf Erz und nicht auf Stein
nicht an Wänd´ und Fensterscheiben
nein, in jedes Herz hinein
In das Herz der Diplomaten
die am langen grünen Tisch
Deutschlands Wohl und Weh beraten
und oft stumm sind wie ein Fisch
Die in ihren eigenen Sachen
wollen schier Franzosen sein
lauter Böck´ und Schnitzer machen
wie ein Schüler in Latein
Hättet ihr doch deutsch gesprochen
denn französisch fällt euch schwer
Immer sprecht ihr nur gebrochen
von dem Rhein jusqu´á la mer.

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