Auf der Flucht Archive | Fallersleben-Archiv

Auf der Flucht

-Auf Burgen saßen Edelleute

Auf Burgen saßen Edelleute, wo aber sind die Burgen heute ? Es wohnt oft ohne Hab´ und Gut im Tale manches adlig Blut. Und von der Gütern ihrer Lieben Ist ihnen nur ein von geblieben; des alten Namens Herrlichkeit blieb manchem nur in unserer Zeit. So bin auch ich von Fallersleben. Wer wird ein aus […]

Auf der Flucht | | 1840


-Das Lied vom deutschen Ausländer

Ein Knabe lernte ein Gebet, das sprach er täglich, früh und spät, Er sprach es wo er ging und stand, zu Gott empor für´s Vaterland: Kein Österreich, kein Preußen mehr! Ein einig Deutschland, groß und hehr, Ein freies Deutschland Gott bescher ! Wie seine Berge fest zu Trutz und Wehr Und als der Knabe ward […]

Auf der Flucht | Deutsches | | 1843


-Der Störche Wanderlied

Fort, fort, fort und fort an einen andern Ort Nun ist vorbei die Sommerzeit drum sind wir Störche jetzt bereit von einem Land zu andern zu wandern Ihr, ihr, ihr und ihr, Ihr Bauern lebet wohl! Ihr gabt zur Herberg´ euer Dach Und schütztet uns vor Ungemach: Drum sei euch Glück und Frieden Beschieden. Du, […]

Auf der Flucht | Gedichte mit Tieren | | 1844


-Eine Hannoversche Ausweisung

In des Somme milden Tagen denkt kein Mensch an Jagd und Hirsch: in den Wäldern, in den Hagen bleiben friedlich Has´ und Hirsch. Nur auf mich hat man gefahndet, nur auf mich die Meut´ entsandt, und noch eh´ ich es geahndet, mich ergriffen und verbannt. Und so ward ich denn vertrieben und der Heimat schnell […]

Auf der Flucht | Persönliches | 1854


-Heut noch sind wir hier zu Haus

Heut noch sind wir hier zu Haus, Morgen geht´s zum Tor hinaus, Und wir müssen wandern, wandern, Keiner weiß vom andern. Lange wandern wir umher Durch die Länder kreuz und quer, Wandern auf und nieder, nieder, Keiner sieht uns wieder. Und so wandr´ ich immer zu, Fände gerne Rast und Ruh, Muß doch weiter gehen, […]

Auf der Flucht | Persönliches | | 1848


-In der Fremde

Wie lange soll ich noch fern dir sein? O Heimat! Ich habe vergebens gewünscht und gehofft, Vergebens nach dir mich gesehnt so oft, O Heimat! Wer fühlt mein Leiden, wer tröstet mich? 0 Heimat! Wer stillet mein heißes Verlangen nach dir? Wer trocknet die Träne des Heimwehs mir? 0 Heimat! Und werd´ ich nimmer dich wiederseh´n? 0 […]

Auf der Flucht | Heimat | 1850


-So mußt ich fliehn aus meiner Heimat

So mußt ich fliehn aus meiner Heimat – nur meine Sehnsucht kreiste stumm, wie der verjagte Adler kreiset, um sein zerstörtes Nest herum. Es wollte keine Hoffnung grünen hinieden dem Verbannten mehr; dem Heimatlosen blieb verboten zur Heimat jede Wiederkehr. Wie wehrend mit dem Flammenschwerte vorm Paradies der Engel stand: so wehrten Jahre lang Gensdarmen […]

Auf der Flucht | Heimat | Politische Gedichte | | 1848