Bescheidenheit führet zum Höchsten der Welt

Gott und Teufel | | 1843

Bescheidenheit führet zum Höchsten der Welt
zu Ehren und Ansehen und Adel und Geld.

Wie viel die Bescheidenheit endlich vermag,
das lehret uns Rothschild jeglichen Tag.

Ein König der Juden ist Jesu Christ,
und Rothschild der Jude der Könige nur ist.

Ist der Papst der Herr der Gläubigen allein
will Rothschild Gläubiger der Herren nur sein.

Was soll ihm die Judenemanzipation ?
Er ist ein Bankier und ein Christenbaron.

Wer bracht´ es in seiner Bescheidenheit
bei Juden und Heiden und Christen soweit ?

Ja, wollte der Rothschild bescheidener sein,
so ließ er auf Philosophie sich noch ein.

Denn wenn er studierte den Hegel anjetzt,
so würd´ er Jehova zu guter Letzt.

Titel: Das bescheidene Glück Anmerkung: Amschel Meyer Rothschild leitete das internationale Bankhaus in Frankfurt, seine vier Brüder die Banken in London, Paris, Wien und Neapel – auch politisch besaßen sie viel Macht und Einfluß.
Melodie: Als Adam, als Adam die Eva gesehen