Nicht mehr im Reich der Träume

Hoffmann strickt an seiner Legende, und er sieht voraus, was da kommt. Die Stimmung im Lande, nach dem Krieg Preußens gegen Dänemark ändert sich, und jetzt will er die deutsche Einheit – um jeden Preis! Und wer nicht für ihn ist, der ist gegen ihn. So schreibt er am 13. 12 1864 in seinem „Deutschen Weihnachtslied“: Mein Vaterland, du weilst nicht mehr / im Reich der Träume still und fern: / Der Morgen tagt, schon leuchtet hehr / und freudig deines Glückes Stern. Keine Macht der Welt kann den Einheitsdrang jetzt hemmen, jubelt unser Dichter, denn jetzt streitet auch der König von Preußen dafür. Das Ziel Einheit ist geblieben, aber was wurde aus Recht und Freiheit ? Endlich, nach dem Krieg von 1866, kann er wieder in seine Heimat Fallersleben reisen, ohne von der Polizei drangsaliert zu werden.