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| Neujahrsabend mit Schade (Januar 1853)1853-01-01Zum neuen Jahre (1853) hatten wir Besuch: Herr Dr. Schade war von Bonn herübergekommen. Er schien sich bei uns und in unsrer kleinen Wohnung zu gefallen, er war vergnügt und unterhielt sich gerne, er sprach sich sehr freimüthig über Alles ans und suchte sich angenehm zu machen, er war nie verlegen um schöne Redensarten und Schmeicheleien. | |
| Arbeit und Reisen - Köln (Februar 1853)1853-01-30Den ganzen Januar arbeitete ich sehr fleißig an der Geschichte des Kirchenliedes und der Fortsetzung der Horae Belgicae . Von Berlin hatte ich mir meine beiden früheren niederländischen Liederhandschriften kommen lassen und eine Abschrift des wichtigsten Theils derselben vollendet. Ich hoffte jetzt für meine hymnologischen Studien noch Manches von Bonn und Köln. Den 30. Januar trat ich meine Reise an. | | | Kindstod (Februar 1853)1853-02-16Nach meiner Rückkehr (aus Köln) traf ich Ida wohl, aber still und betrübt: unser Kind war sehr krank. Den 17. Nachmittags athmete es nur noch leise, der Tod lag ihm schon auf dem Gesichte. Am Abend spät wurde es an den Gliedern nach und nach kalt. Ich saß an meinem Tische und schrieb meine zweite Oper ab. | | | Brief an Rudolf Müller in Holdorf (März 1853)1853-03-16ich bin hier ganz unangefochten. Außer der Trierer Geschichte habe ich seit 1848 nichts derart erlebt und - das will jetzt viel sagen. Ich habe für dieses Jahr sogar - eine Paßkarte bekommen. Nun Gott sei Dank, der Winter ist dahin, und der Frühling wird uns alle wieder beleben, erfreuen und mit neuen Hoffnungen erfüllen und uns versöhnen mit allem, was uns betrübt, quält und peinigt." | | | Hoffmann lässt seine trauernde Frau allein und feiert (März 1853)1853-03-26Da machte ich nun allein noch einen Ausflug zu meinem Freunde Conrad Wolff, der mich so oft und dringend zu sich nach Krefeld eingeladen hatte. Den 26. März traf ich dort ein und verlebte vierzehn sehr angenehme Tage. Ich fühlte mich bald recht heimisch unter Conrads vielen Verwandten und Freunden. Zu meinem Geburtstage wurde ich beglückwünscht und beschenkt. | |