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Nach meiner Rückkehr (aus Köln) traf ich Ida wohl, aber still und betrübt: unser Kind war sehr krank. Den 17. Nachmittags athmete es nur noch leise, der Tod lag ihm schon auf dem Gesichte. Am Abend spät wurde es an den Gliedern nach und nach kalt. Ich saß an meinem Tische und schrieb meine zweite Oper ab. Bei den Worten:
Dann, o Tod, mag´s morgen sein Ruhig, ruhig harr ich dein –
hörte ich auf. Ida mußte mir versprechen, zu Bette zu gehn. Wir gingen. Kurz vorher hörten wir nur noch, wie unser armes Kind einige Klagetöne ausstieß, es waren seine letzten. Um 1 Uhr war es sanft auf Agnes Schoß entschlafen.
Den 18. in der Dämmerung standen wir auf. Ida hatte schon lange gewacht. Sie wollte in die Küche, wo eben Agnes war. Da hörte ich einen lauten Schrei. Ida! Ida! schrie ich. Endlich kam sie, das Blut strömte ihr aus der Nase hervor. Es war ein schrecklicher Augenblick. Wir gingen in mein Zimmer und weinten uns aus.
Vergebens versuchte ich zu arbeiten. Später besorgte ich das Begräbniß.
Hoffmann schreibt das Gedicht "Marias Tod" (Dein Leben war Ein Leiden)
Den andern Morgen in aller Frühe geleitete ich unser Kind zu Grabe. Merkwürdig, bald nachher starben alle drei Patinnen Marias, Gräfin Rossi in Mexico, Frau Friederike Sturtevant in Braunschweig und Maria Radermacher, erst seit Kurzem verheirathet, in Coblenz.
In diesen trüben Tagen sehnten wir uns beide, Ida und ich, fort aus unserm häuslichen Elende in die Heimat zu unseren Verwandten. Da aber das Wetter noch sehr unbeständig und unfreundlich war, so wollten wir unsre Reise erst im Mai antreten. |