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Eines Abends begegneten mir auf dem Heimwege von einer Gesellschaft' einige Studenten. Ich wich ihnen aus und steuerte auf mein Haus zu. Da rief einer: "H.v.F.! den müssen wir haben!" und sofort faßten mich zwei unter und schleppten mich in ihre Kneipe. Es waren Braunschweiger und Hannoveraner. Sie kamen von einer fröhlichen Sitzung, hatten jeder eine Flasche Rheinwein in der Hand und wollten nun die Sitzung fortsetzen. "Nein, ich bin auch heute gar zu glücklich, sagte der Studiosus Leo Meyer, daß ich Sie nun persönlich kennen lerne! Nein, wahrhaftig, ich bin zu glücklich!" Meyer erzählte mir nun, daß er am Donnerstag mir einen Blumenstrauß auf dem Rohns geplündert habe, um eben zwei Fräuleins ein Andenken an mich zu verschaffen. – Die Leute waren recht nett und ich konnte mir schon diese nächtliche Beehrung gefallen lassen. Meyer ist ein fleißiger Schüler Müller´s und ein hoffnungsvoller deutscher Philologe.
Am vorletzten Tage Julis kündigte mir Ellissen an, einige meiner Freunde und Verehrer wollten mir ein Abendessen geben und er lüde mich dazu ein. So gut gemeint das war, so schien mir doch die Sache mißlich; ich äußerte meine Bedenken, ich sähe es lieber, davon abzustehen, man könnte sich und mir Unannehmlichkeiten bereiten. Ellissen erklärte: "Wir sind ganz unter uns, es soll ja gar kein Festessen sein, es betheiligen sich nur gleichgesinnte Männer der Universität und Bürger der Stadt." So nahm ich denn die Einladung an.
Am 1. August Abends 7 Uhr holte ich Höck ab und ging mit ihm nach der Landwehrschenke hinaus. Nach und nach fanden sich die Theilnehmer ein, es mochten ihrer 50 sein, viele Bürger, die meisten Mitglieder des Magistrats, mehrere Professoren und andere Universitätsangehörige, als Gast der Obergerichts-Assessor Planck , der zum Besuche seiner Eltern in Göttingen verweilte. Gegen 9 Uhr gingen wir zu Tische. Gute Musik, gutes Essen, freundliche Gesichter. Das Hoch auf mich erwiederte ich mit einem auf Deutschlands schönere Zukunft.
Dann erfolgte ein Hoch auf Planck, wofür er mit einem Hoch auf die hannoversche Verfassung dankte. Ich brachte dann ein Hoch aus auf Höck und die Göttinger Bibliothek. Höck ließ die Bürgerschaft und Universität hoch leben, Ellissen die Frauen, worauf ich dem Mann! ein Hoch brachte und noch viele Lebehochs folgen ließ. In heiterster Stimmung endete das Abendessen und wir traten befriedigt um 2 Uhr den Heimweg an. Die Nacht war heiter wie wir. |