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Es sieht doch zu traurig aus. Ich wollte auf den Kampfplatz zurückkehren, es ist aber für unser einen der Weg dahin seit lange schon abgesperrt. Ob heute der Angriff des Fürstenheers beginnt - wer kann das bestimmen ? Wir sind, ob schon in ziemlicher Nähe, doch so ohne alle genaue Nachrichten aus Baden und der Pfalz, als ob wir wie viele hundert Meilen entfernt wären. Ich werde wohl den Ausgang des Kampfes hier abwarten müssen. Wohin sollte ich auch ? Die Gefängnisse stehen für mich überall offen, und Sie wissen, vom Sitzen bin ich gar kein Freund. Siegen wir nicht, so wird wohl eine großartige Auswanderung erfolgen, der ich mich leider! anschließen muß. Die traurige Entwicklung unserer deutschen Angelegenheiten hat mich sehr verstimmt, mein ganzer Humor, meine gute Laune ist darüber zu Grunde gegangen, auch bin ich körperlich so leidend, wie ich so ohne Unterbrechung lange nicht war. Ich sitze stundenlang auf meinem Zimmer und lese allerlei, um mich geistig aufrecht zu halten.(...)
Schreiben Sie mir doch und so schnell wie möglich! wenn's auch nur einige Zeilen sind, es tut einem in dieser schrecklichen Zeit schon wohl, wenn man nur von den Seinen erfährt, daß sie noch leben. (...) Es ist für mich eine traurige Erfahrung, daß beinahe alle meine alten Freunde Erzheuler und Rückwärtsler geworden sind.
12.6.1849, Geisenheim, an Ludwig Erk in Berlin |