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Am 18. April erhält Hoffmann die Nachricht vom Tode Henriettes von
Schwachenberg, der ihn tief erschüttert. In Zahrenstorf trifft er den Studenten
Friedrich Zarncke, der ihn später auch in Holdorf besucht. Es geht um ein Buch
zur deutschen Philologie.
Am 6. Mai geht Hoffmann mit Rudolf Müller nach Schwerin und von dort aus
direkt weiter nach Hamburg, wo er eine Kunstausstellung besucht. "Viele
Bilder, aber kein einziges, das einen neuen großartigen Gedanken bildlich
darstellte. Es ist, als ob unsere Künstler an Herz und Geist Bankerott gemacht
hätten." Hoffmann versucht seine Bibliothek zu verkaufen, für die
Unterbringung der Bücher hatte er ein Zimmer gemietet, was er sich nicht
länger leisten kann. Er versucht sie, dem Staate Hamburg anzubieten, was
mißlingt.
In Wandsbek kümmert er sich um den Druck seiner "Texanischen
Lieder". Er hatte seinen ausgewanderten Freunden versprochen, die Lieder
drucken zu lassen. In seinen Lebenserinnerungen schreibt Hoffmann, daß er
selber nur noch zwei Exemplare besaß. Das Büchlein war sehr selten. Es
erschien ohne Jahr, mit fingiertem Druckort und vor allem anonym - 31 Lieder
enthielt die Sammlung. (Texanische Lieder -Aus mündlicher und schriftlicher
Mitteilung deutscher Texaner. Mit Singweisen. San Felipe de Austin bei Adolf
Fuchs & Co".) Von Ende Mai an ist er wieder in Mecklenburg, aber schon
zwei Wochen später wieder unterwegs. Er fährt zu Nathusius nach
Althaldensleben. Maria steuerte einige Kompositionen zu einer neuen Ausgabe
seiner Kinderlieder bei. Am 24.7.1846 schreibt er von dort an Robert Prutz in
Berlin: "Haben Sie sich Hillebrands dritten Teil seiner deutschen
Nationalliteratur angesehen ? Wir kommen alle schlecht weg - das ließe sich
erwarten. Das Buch hat eine sehr gefährliche Seite: Hillebrand spielt den
Unparteiischen, und so etwas findet Anklang bei Micheln, Briefe."
Am 25. Juli folgt er einer Einladung von Wilhem Nathusius nach dessen Gut
Königsborn, nachdem er sechs Wochen dort geblieben war. In Königsborn lernt er
die 25jährige Elvira Detroit kennen, die er als jugendlcich frisch, heiteren
Gemüts und freisinnig schildert. Sie hatte mit ihren Brüder in Königsberg und
Magedeburg zu dem Kreis gehörte, "worin Jacoby geliebt und verehrt wurde.
Hoffmann verliebt sich in sie. Er begleitet sie Anfang August für ein paar Tage
nach Magdeburg. Kurz träumt Hoffmann davon, mit ihr nach Texas auszuwandern,
aber sie hält ihn auf Distanz.
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