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1846 - Auswanderungspläne

Biographie 1840 bis 1849 - Der Revoluzzer
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Am 18. April erhält Hoffmann die Nachricht vom Tode Henriettes von Schwachenberg, der ihn tief erschüttert. In Zahrenstorf trifft er den Studenten Friedrich Zarncke, der ihn später auch in Holdorf besucht. Es geht um ein Buch zur deutschen Philologie.

Am 6. Mai geht Hoffmann mit Rudolf Müller nach Schwerin und von dort aus direkt weiter nach Hamburg, wo er eine Kunstausstellung besucht. "Viele Bilder, aber kein einziges, das einen neuen großartigen Gedanken bildlich darstellte. Es ist, als ob unsere Künstler an Herz und Geist Bankerott gemacht hätten." Hoffmann versucht seine Bibliothek zu verkaufen, für die Unterbringung der Bücher hatte er ein Zimmer gemietet, was er sich nicht länger leisten kann. Er versucht sie, dem Staate Hamburg anzubieten, was mißlingt.

In Wandsbek kümmert er sich um den Druck seiner "Texanischen Lieder". Er hatte seinen ausgewanderten Freunden versprochen, die Lieder drucken zu lassen. In seinen Lebenserinnerungen schreibt Hoffmann, daß er selber nur noch zwei Exemplare besaß. Das Büchlein war sehr selten. Es erschien ohne Jahr, mit fingiertem Druckort und vor allem anonym - 31 Lieder enthielt die Sammlung. (Texanische Lieder -Aus mündlicher und schriftlicher Mitteilung deutscher Texaner. Mit Singweisen. San Felipe de Austin bei Adolf Fuchs & Co".) Von Ende Mai an ist er wieder in Mecklenburg, aber schon zwei Wochen später wieder unterwegs. Er fährt zu Nathusius nach Althaldensleben. Maria steuerte einige Kompositionen zu einer neuen Ausgabe seiner Kinderlieder bei. Am 24.7.1846 schreibt er von dort an Robert Prutz in Berlin: "Haben Sie sich Hillebrands dritten Teil seiner deutschen Nationalliteratur angesehen ? Wir kommen alle schlecht weg - das ließe sich erwarten. Das Buch hat eine sehr gefährliche Seite: Hillebrand spielt den Unparteiischen, und so etwas findet Anklang bei Micheln, Briefe."

Am 25. Juli folgt er einer Einladung von Wilhem Nathusius nach dessen Gut Königsborn, nachdem er sechs Wochen dort geblieben war. In Königsborn lernt er die 25jährige Elvira Detroit kennen, die er als jugendlcich frisch, heiteren Gemüts und freisinnig schildert. Sie hatte mit ihren Brüder in Königsberg und Magedeburg zu dem Kreis gehörte, "worin Jacoby geliebt und verehrt wurde. Hoffmann verliebt sich in sie. Er begleitet sie Anfang August für ein paar Tage nach Magdeburg. Kurz träumt Hoffmann davon, mit ihr nach Texas auszuwandern, aber sie hält ihn auf Distanz.

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Hoffmann von Fallersleben - Verfasser des Deutschlandliedes, seit 1922 die deutschen Nationalhymne. Autor von Kinderliedern, revolutionären Gedichten im Vormärz, Sprachforscher und Bibliothekar.

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