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9.4.1833, Breslau
Die Familie von Winterfeld, bei welcher meine Braut hier gelebt hatte und nun auch wieder in Berlin lebte, suchte alles anzuwenden, die Erfüllung meiner Wünsche zu hintertreiben. Man deutete darauf hin, meine Braut sei jetzt krank, ich hätte jetzt auch nicht Einkommen genug, sagte mir aber nie ehrlich und offen, daß deshalb nur meine Heirat verzögert werde. Übrigens kannte mich die Familie Winterfeld sehr genau und bereits seit dem Jahre 1823; sie wußte, daß ich für mein Kustodiat 360 Tlr. und für meine Professur 200 Tlr. jährliches Einkommen hatte, und sie mußte vorher wissen, was sich billiger Weise dereinst vom Staate für mich erwarten ließ. - Frau von Winterfeld hatte sich mündlich gegen eine hiesige Freundin geäußert: ehe ich nicht wenigstens 14 oder 1500 Taler Gehalt hätte, könne aus meiner Verbindung nichts werden...Leider mußte ich zuletzt noch die Überzeugung gewinnen, daß meine Braut die Ihrigen mehr liebte als mich und willenlos, wie sie es von Jugend auf aus zärtlicher Rücksicht gegen jene gewohnt war, jetzt ein Verhältnis zerstören half, wenn ich statt Freude nur Vorwürfe und Verdruß einerntete, alle Lust an literarischer Tätigkeit verlor und den letzten rest angeerbter Heiterkeit einbüßte.
Jetzt habe ich Ruhe und Frieden wiedergewonnen. Ich habe keine Ansprüche dieser Art mehr an die Welt; ich gehöre ganz der Kunst und Wissenschaft und suche nichts für mich, nur für jene habe ich Hoffnungen, Wünsche und Bitten. |