Die Erde träumt von grünen Feldern

Frühling | Liebesgedichte | | 1848

Die Erde träumt von grünen Feldern
Von Blättersäusel, Blütenduft,
Von Blumengärten, dichten Wäldern
Von Sonnenschein und milder Luft.

Sie wachet auf aus ihrem Traume
Und wird von grimmer Kält erschreckt
Schnee hangt an jedem Strauch und Baume
Schnee hat das weite Land bedeckt

Mag auch der Lenz noch länger säumen
Einst ist der Erde Traum erfüllt
Ach! meiner Liebe langes Träumen
Bleibt´s nur in Winternacht gehüllt?

aus Johanna-Lieder (1847-49)