Drüben an dem Neckar schimmert

Liebesgedichte | | 1847

Drüben an dem Neckar schimmert
In dem hohen Haus ein Licht –
Und so schön hat mir geflimmert
Noch ein Stern auf Erden nicht.

Meine Blicke ziehn mich immer
Drüben nach dem Fensterlein,
Suchen nur des Lichtes Schimmer
Wie der Mond den Sonnenschein.

Heitre Bilder vor mir schweben
Wie aus einer andren Welt,
Und ich seh im trüben Leben
Meiner Sehnsucht Mond erhellt

aus: Johanna-Lieder , 1847-49