Deutsche Lieder aus der Schweiz

| 1842

Brotstudium

Was macht der Bruder Studio drei ganze Jahre lang? Er lebt nach seinem Animao und ziemlich ohne Zwang. ER hört nach Vorschrift dies und das und weiß davon doch selten was, doch fleißig nach und schmiert, was der Professor ihm…

Das Rätsel unserer Zeit

Klar ist es jetzt ausgesprochen vor ganz Europa, nicht durch das schreiende Volk, sondern durch die verbündeten Fürsten selbst, daß eine jede Regierung ohne repräsentative Verfassung ein Surrogat, ein interimistischer Notbehelf ist; sie, die Fürsten haben vor Mit- und Nachwelt…

Daß wir so das Fremde lieben (Ausländerei)

Daß wir so das Fremde lieben! Zu dem Fremden hingetrieben sind wir selbst uns fremd geblieben - Deutsch will keiner sein. Nur von Auslands Gnaden sollen wir bestehen wir Lebensvollen, Selbst nichts tun und selbst nichts wollen? Schlag der Teufel…

Der Guten Sache

Frisch auf ! frisch auf mit Sang und Klang, daß Herz und Sinn erwache! Ein freudig Hoch! Ein dreifach Hoch! Es gilt der guten Sache. Wir sind dieselben immer noch, wir wollen es auch bleiben, mag auch Verrat, mag Lug…

Der Löwe lag in letzten Zügen

Es wird allenthalben tyrannisch und übel regiert. Gott schick´ s zu Besten. (Schärtlins Leben, S.173) Der Löwe lag in letzten Zügen, halb starr und ganz erblaßt, da war ihm jedes Volksvergnügen bis in den Tod verhaßt. "Still soll es sein…

Der Wächter sang herab von hoher Zinnen

Der Wächter sang herab von hoher Zinnen: Die Nacht sie eilt von hinnen ! Wacht auf ! Wacht auf und lasset nicht das süße Licht des neuen Tags verrinnen ! Da hörte man die kleinen Vöglein singen und Preis dem…

Deutsche Leidenschaft

Wie sie grübeln, wie sie dichten, was das Gut´ und Rechte sei! Wie sie rasch ihr Werk verrichten, eh´ der Zeitpunkt geht vorbei! Seht, wie sie so ernsthaft sitzen, diese Männer voller Mut! Die wie Helden sich erhitzen die wie…

Deutschland über alles (L´Allemagne partout)

Ihr Freunde, so lasset das Fremde doch ruhn ! Wir haben genug noch zu Hause zu tun. Das Fremde bewundern kann jedermann; macht Eigenes, was man bewundern kann ! Überall mir das Gut´ und das Schöne gefällt, doch bin ich…

Deutschland was fehlt dir?

Deutschland, was fehlt Dir? Was klagest du so ? Bist ja so glücklich, und dennoch nicht froh ! Deutschland, so klage, so traure doch nicht! Hast Du nicht alles was vielen gebricht? Wälder und Felder, und Täler und Höhen, alles…

Ein politisch Lied ein garstig Lied

Ein politisch Lied, ein garstig Lied, so dachten die Dichter mit Goethen und glaubten, sie hätten genug getan, könnten sie girren und flöten ! Von Nachtigallen, von Lieb und Wein, von blauen Bergesfernen von Rosenduft und Lilienschein, von Sonne, Mond…



"Deutsche Lieder aus der Schweiz" im Archiv:

  • Das Lied vom deutschen Ausländer
    Ein Knabe lernte ein Gebet, das sprach er täglich, früh und spät, Er sprach es wo er ging und stand, zu Gott empor für´s Vaterland: Kein Österreich, kein Preußen mehr! Ein einig Deutschland, groß und hehr, Ein freies Deutschland Gott bescher ! Wie seine Berge fest zu Trutz und Wehr Und als der Knabe ward […]
  • Daß wir so das Fremde lieben (Ausländerei)
    Daß wir so das Fremde lieben! Zu dem Fremden hingetrieben sind wir selbst uns fremd geblieben – Deutsch will keiner sein. Nur von Auslands Gnaden sollen wir bestehen wir Lebensvollen, Selbst nichts tun und selbst nichts wollen? Schlag der Teufel drein Sollen wir an uns verzagen? Kein Gefühl im Herzen tragen, nicht einmal zu sagen […]
  • Der Guten Sache
    Frisch auf ! frisch auf mit Sang und Klang, daß Herz und Sinn erwache! Ein freudig Hoch! Ein dreifach Hoch! Es gilt der guten Sache. Wir sind dieselben immer noch, wir wollen es auch bleiben, mag auch Verrat, mag Lug und Trug stets seine Künste treiben Gott steh uns bei, nie können wir in diesem […]
  • Der Löwe lag in letzten Zügen
    Es wird allenthalben tyrannisch und übel regiert. Gott schick´ s zu Besten. (Schärtlins Leben, S.173) Der Löwe lag in letzten Zügen, halb starr und ganz erblaßt, da war ihm jedes Volksvergnügen bis in den Tod verhaßt. „Still soll es sein in meinem Reiche, kein Sang und kein Geschrei! Du, Storch, du üb an jedem Teiche […]
  • Es ist ein König in der Welt (Le roi est mort, vive le roi!)
    Es ist ein König in der Welt, der hat das größte Reich, ´s ist keiner ihm an Gut und Geld und Macht und Ansehen gleich. Ich sag´ s euch, wenn ihr´ s noch nicht wißt, ich sag´ s euch, wer der König ist. Von Gottes Gnaden ist auch er, und was er tut, ist gut, […]
  • Es saust der Wind (Lied der Unfähigen)
    Es saust der Wind, es braust das Meer, wir wollen nicht erzittern: Das Recht ist unsere Waff´ und Wehr´, wir stehen wie der Fels im Meer trotz Sturm und Ungewittern Viel Feind, viel Ehr´! ist unser Spruch in gut´ und bösen Tagen. Der Feinde List, der Feinde Dräun heißt uns den edlen Kampf erneun, wir […]
  • Ich armer Sündenbock verschmachte (Minister in der Hölle)
    Ich armer Sündenbock verschmachteIn dieser heißen HöllenglutUnd doch, wenn ich es recht betrachteSo geht´s mir immer noch zu gutIch habe mit Rescripten weilandGeplagt die ganze Monarchie:Ich war gewiß für sie kein HeilandUnd dennoch plagten sie mich nie Ich habe mit BerichterstattenGepeinigt manchen braven MannUnd was sie dann berichtet hattenDas sah ich niemals weiter an Ich […]
  • Ich wollt es wäre Schlafenszeit
    Ich wollt‘ es wäre Schlafenszeit und alles schon vorbei Wir werden von der Fronarbeit doch nun und nimmer frei Zur Arbeit sind wir hier allein dort wird es auch nicht anders sein Der Pfarrer hört‘ s und tröstet sie „Ihr lieben Kinder mein, so etwas gibt‘ s im Himmel nie, da wird nur Freude sein. […]
  • Laßt uns unseren Geist versenken (Sum ergo cogito)
    Der Deutsche reflektiert über alles, sieht alles aus der Vogelperspektive und ist darum nie in der Mitte der Sache. Der Deutsche hat alles und ist nichts. (Börne, Gesammelte Werke, 1.16.) Laßt uns unseren Geist versenken in des Wissens tiefes Meer! Laßt uns denken, immer denken ! Ei, das ziert den Deutschen sehr. Und wenn man […]
  • Wenn du erzählest deutsche Geschichte (Tod und Leben)
    Du sollst so dünn gefoltert werde, daß die Sonne durch dich scheint. (Grimms Rechtsaltertümer 95) Wenn du erzählest, Deutsche GeschichteHexenprozesse, Hexengerichtesegne ich unsere Zeitwo man weit und breitkeine deutsche Hexe kenntkeine foltert und verbrenntDie Menschen waren früher dumm und schlechterdoch wir sind aufgeklärt und viel gerechterWenn du erzählest, Deutsche Geschichtevon Demagogen deine Berichteist ein Hexengerichtdoch […]
  • Wie wird doch alles billig jetzt (Onze et demi)
    Der Kaiser hat die bisherigen sehr strengen Adelsproben für den Kammerherrenschlüssel dahin geändert, daß die Kandidaten nur 12 Ahnen darzutun haben. (Leipzig. Adelszeitung, 6. Februar 1842) Wie wird doch alles billig jetzt! Wie wohlfeil alles noch zuletzt! Den Kammerherrenschlüssel kann jetzt leicht gewinnen mancher Mann: Jetzt braucht man nur zwölf Ahnen. Sei mir gegrüßt, du […]


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