Es hat in unseren Tagen (Dem Verdienste seine Kronen!)

Serenissimus hat die hohe Gnade zu haben geruht, die Wehrmänner zu Hirschberg, sechs an der Zahl, welche zu dem in Tonna ausgebrochenen Feuer geeilt und mit der aufopferndsten Bereitwilligkeit Dienste geleistet hatten, öffentlich, vor der Fronte Allerhöchstselbst gnädigst zu beloben und dem ältesten derselben (nachdem er sich durch den Taufschein als solcher ausgewiesen) zum Zeichen Allerhöchstihrer höchsten Zufriedenheit und Anerkennung höchsteigenhändigst die Hand zu reichen.
(Amts- und Regierungsblatt für das Fürstentum Reuß-Lobenstein-Ebersdorf 1845)

Es hat in unseren Tagen
sich Großes zugetragen.
Jetzt höret die Geschichte!
Wahr ist, was ich berichte.
Verdient gemacht hat sich neulich,
das ist gar sehr erfreulich,
die Landwehr bei einem Brande
im großen Reußenlande.
Als das der Fürst vernommen,
sind Allerhöchste gekommen,
und haben dann in Gnaden
die Soldaten vorgeladen.
Sechs Landwehrmänner stehen
in Front, schön anzusehen.
Serenissimus loben jeden
in gnädigst holden Reden.
Dann lassen sie sich höchsteigen
vom ältesten den Taufschein zeigen
und reichen ihm höchstverständigst
die Hand höchsteigenhändigst.
O Nation der Nationen,
wo man noch weiß zu belohnen!
O wär ich doch auch so einer,
ein Greiz-Schleiz-Lobensteiner !
Text: Hoffmann von Fallersleben am 11. November 1845
Melodie: Ich ging einmal spazieren hm hm hm !

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