Berliner Konsortium legt Neufassung der bekannten Deutschland-Kritik auf
Es war eines der umstrittensten Bücher am Ende der Weimarer Republik: Kurt Tucholskys "Deutschland, Deutschland über alles". Ein Bilderbuch gegen Militarismus, Richterkaste, Untertanentum und Bürokratie. So gehörte es folgerichtig zu den Werken, die ab 10. Mai 1933 der Bücherverbrennung von Nazis und verblendeten Studenten zum Opfer fiel. In der Bundesrepublik Deutschland wurde es, anders als in der DDR, lange Zeit nicht nachgedruckt. Nun hat sich ein junger deutscher Verlag gewagt, Tucholskys zentrale Kritik neu herauszugeben. Denn viel von der Kritik, die Tucholsky 1929 publizierte, trifft auch noch heute: die öffentlichen Investitionen für Militär statt für Bildung, Gehorsam statt freiem Denken, Seilschaften statt offener Debatten.
Hoffmann von Fallersleben - Verfasser des Deutschlandliedes, seit 1922 die deutschen Nationalhymne. Autor von Kinderliedern, revolutionären Gedichten im Vormärz, Sprachforscher und Bibliothekar.
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