Ida zum Berge

Hoffmann war inzwischen 51 Jahre alt. Und nun endlich schien er gefunden zu haben, wonach er all die vielen Jahre vergeblich gesucht hatte: Auf einer Reise zu seiner Familie in die Heimat traf er Ida zum Berge, die 18jährigeTochter seiner Schwester Auguste. Sie war hochmusikalisch, ließ sich in Braunschweig zur Klavierlehrerin ausbilden und hat mit großem Erfolg eigene Konzerte als Pianistin gegeben. „Ich sah sie wieder! Sie trat in unendlicher Freude mir entgegen, eine Jungfrau in der Fülle der Jugend und mit einer lieblichen Anmut und Selbständigkeit in ihrem Wesen, daß ich erstaunt und entzückt war. Kein Wunder, daß ich eine stille Sehnsucht nach ihr hegte. „Nach anfänglichem Zögern gab Ida Hoffmann v. F. ihr Jawort.Der reife Mann trug seine junge Ehefrau auf Händen und versuchte nun endlich wieder eine gesicherte Existenz aufzubauen. Über Bingerbrück ging die Familie nach Neuwied. Dort wurde ein kleines Mädchen geboren. Es starb 7 Monate später. 1855 wurde in Weimar der Sohn Franz Friedrich Flermann geboren. Seine Taufpaten waren der Komponist Franz Liszt, der Maler Friedrich Preller und der Großvater Flermann zum Berge. Ende 1857 kam Edward zurWelt. Er wurde 3 Wochen alt.Endlich gelangte die Familie Hoffmann nach Corvey: sie hoffte dort ein glückliches und finanziell abgesichertes Leben führen zu können.

Hoffmann v. F. hatte die Stellung eines Bibliothekars übernommen. Da schlug das Schicksal abermals hart zu. Ida wurde von einem toten Kinde entbunden und starb am 28. Oktober 1860. dem II. Hochzeitstag, an den Folgen der Geburt und wurde auf dem Klosterfriedhof begraben. Hoffmann resignierte! „Unser Leid ist grenzenlos -„