Geht ein Storch

Geht ein Storch dort in dem Mühlenbach
Geht spazieren fein gemach.
Kaum bemerkt´s ein Frosch, und er musiziert
Und da hat der Storch gleich ihn verschnabeliert

Als von fern das nun ein andrer sieht
Duckt er still, still sich ins Ried:
„Hätt´st geschwiegen du doch zur rechten Zeit
Könnt´st du musizieren auch noch anderweit.“

Typisch Hoffmann von Fallersleben – im Jahr seines Berufsverbotes und der Ausweisung aus Preußen schreibt er dieses „harmlose“ Gedicht, ein Kommentar auf Gedankenfreiheit und Freiheit der Rede
1843 auf eine Belgische Volksweise –

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