Gott und Teufel

Ich kenn ein Volk im deutschen Lande

Ich kenn ein Volk im deutschen Lande, das macht von sich ein groß Geschrei, als ob auf seinem dürren Sande nur Tugend, Kunst und Weisheit sei, und nirgend wachs´ und blüh´ als dort noch freie Schrift und freies Wort Ich kenn ein Volk, das sich hienieden sehr heilig zu gebärden weiß, und Demut, Seelenruh´ und […]

| | 1842


Und seid ihr auch in Jugendfrische (Der dreizehnte Artikel)

Und seid ihr auch in Jugendfrische noch ganz gesund, noch gar nicht alt – wo einmal dreizehn sind bei Tische stirbt einer von den dreizehn bald So ging es, als der Bundesakte Dreizehnter mit bei Tische saß: Daß da der Tod den Jüngsten packte O weh! Das war ein schlechter Spaß.

| | 1842


Wie wollt ihr des Herrn vergessen (Herrnhuter in beiderlei Gestalt)

Wie wollt ihr des Herrn vergessen nicht beim Trinken noch beim Essen und ihr tunkt in roten Wein Ein biscuiten Lämmlein ein So erfüllt ihr Gottes Willen im Geheimen und im Stillen und es ißt aus Christi Tod euer Nachbar trocken Brot

| | 1842


Bescheidenheit führet zum Höchsten der Welt

Bescheidenheit führet zum Höchsten der Welt zu Ehren und Ansehen und Adel und Geld. Wie viel die Bescheidenheit endlich vermag, das lehret uns Rothschild jeglichen Tag. Ein König der Juden ist Jesu Christ, und Rothschild der Jude der Könige nur ist. Ist der Papst der Herr der Gläubigen allein will Rothschild Gläubiger der Herren nur […]

| | 1843


Ich wollt es wäre Schlafenszeit

Ich wollt‘ es wäre Schlafenszeit und alles schon vorbei Wir werden von der Fronarbeit doch nun und nimmer frei Zur Arbeit sind wir hier allein dort wird es auch nicht anders sein Der Pfarrer hört‘ s und tröstet sie „Ihr lieben Kinder mein, so etwas gibt‘ s im Himmel nie, da wird nur Freude sein. […]

| | 1843


Ihr lieben Christen schweiget still

Ihr lieben Christen, schweiget still und hört was ich euch sagen will. Der Teufel war ein Diplomat: Er wollte wissen akkurat, Was man wohl in der Christen welt anjetzt noch von dem Teufel hält Da schickt er seine Teufel aus und spricht: Ihr kommt nicht mehr nach Haus, bis ihr erstattet mir Bericht, was jetzt […]

| | 1843


Herr Pfarr noch Eines tut mich quälen

Herr Pfarr, noch Eines tut mich quälen und quälet mich in einem fort; doch nein – ich kann´s euch nicht erzählen zwar ist es nur ein einzig Wort. Ich ging in eine Schenke neulich, da hört ich – nein, ich sag es nicht: es klingt so greulich, so abscheulich, wenn man das Wort nur leise […]

| | 1843


Der geplagte Teufel

Was hat doch der Teufel zu tun nie darf er ja rasten und ruhn soll holen bald dies und bald das er weiß ja oft selber nicht was. Wie wird ihm bei Tag und bei Nacht das Leben so sauer gemacht ! In Deutschland möchte‘ ich, o nein ! Beim Teufel ein Teufel nicht sein […]

| | 1843


Unsere Pfaffen führten gerne

Unsere Pfaffen führten gerne wiederum das Regiment doch es will allein jetzt herrschen jeder weltliche Regent Denn der sorgt dafür noch besser daß man Christum recht erkennt. Unsere Pfaffen lieben alle freilich Gott den Höchsten sehr doch den Allerhöchsten lieben unsere Pfaffen noch viel mehr. Denn der gibt was Gott nicht gibt Orden Titel Geld […]

| | 1844


Werft fort werft fort (Wallfahrtslied zum heiligen ungenähten Rock)

Werft fort, werft fort die Bibel fort ! denn was bedarf´s anjetzt für die Welt noch Gottes Wort ? Greift schnell, greift schnell zum Wanderstock ! Mehr Heil und Gnaden beut für die Welt jetzt Gottes Rock. Frisch auf, frisch auf mit frommen Sinn zum gnadenreichen Rock ohne Naht nach Trier hin Beugt dort, beugt […]

| | 1844


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