Gott und Teufel

-Gott und der Krämer

Als nun die Welt geschaffen schon war, schuf Gott noch den Krämer hauchte das Einmaleins nur in den kältesten Stein.

Gott und Teufel | | 1849


-Heiligendienst

Immer noch treibt ihr Heiligendienst vor dem gläubigen Haufen, und zum trierischen Rock macht ihr ein königlich Kleid

Gott und Teufel | | 1849


-Herr Pfarr noch Eines tut mich quälen

Herr Pfarr, noch Eines tut mich quälen und quälet mich in einem fort; doch nein – ich kann´s euch nicht erzählen zwar ist es nur ein einzig Wort. Ich ging in eine Schenke neulich, da hört ich – nein, ich sag es nicht: es klingt so greulich, so abscheulich, wenn man das Wort nur leise […]

Gott und Teufel | | 1843


-Ich kenn ein Volk im deutschen Lande

Ich kenn ein Volk im deutschen Lande, das macht von sich ein groß Geschrei, als ob auf seinem dürren Sande nur Tugend, Kunst und Weisheit sei, und nirgend wachs´ und blüh´ als dort noch freie Schrift und freies Wort Ich kenn ein Volk, das sich hienieden sehr heilig zu gebärden weiß, und Demut, Seelenruh´ und […]

Gott und Teufel | Politische Gedichte | | 1842


-Ich wollt es wäre Schlafenszeit

Ich wollt‘ es wäre Schlafenszeit und alles schon vorbei Wir werden von der Fronarbeit doch nun und nimmer frei Zur Arbeit sind wir hier allein dort wird es auch nicht anders sein Der Pfarrer hört‘ s und tröstet sie “Ihr lieben Kinder mein, so etwas gibt‘ s im Himmel nie, da wird nur Freude sein. […]

Gott und Teufel | | 1843


-Ihr lieben Christen schweiget still

Ihr lieben Christen, schweiget still und hört was ich euch sagen will. Der Teufel war ein Diplomat: Er wollte wissen akkurat, Was man wohl in der Christen welt anjetzt noch von dem Teufel hält Da schickt er seine Teufel aus und spricht: Ihr kommt nicht mehr nach Haus, bis ihr erstattet mir Bericht, was jetzt […]

Gott und Teufel | Politische Gedichte | | 1843


-Kein Christbaum

Kein Christbaum wird ihr mehr beschieden, Wo´s noch geschah das vor´ge Jahr. Sie schlummert schon in süßem Frieden, Die unsre Freud´ und Hoffnung war O laß uns nicht den Schmerz erneuen! Nahm Gott uns wieder unser Kind, Will er doch, daß wir auch uns freuen, Weil wir noch seine Kinder sind. Text: Hoffmann von Fallersleben […]

Gott und Teufel | Melancholie | | 1853


-Kein König gab mir einen Orden

Kein König gab mir einen Orden, Noch einen Titel oder Rang, Und dennoch bin ich mehr geworden, Als ich geahnt mein Leben lang. Der Herr der Herren, Er da droben Hat gnädig seines Knechts gedacht. Mein Herz muß preisen Ihn und loben: Er hat zum Vater mich gemacht. Zum 30. Mai 1852 – Neuwied , […]

Gott und Teufel | Liebesgedichte | , | 1852


-O glücklich wer noch Vettern hat

O glücklich, wer noch Vettern hat, dem glänzet noch ein Morgenrot: Er wird, wenn nicht Geheimerath, doch etwas noch vor seinem Tod Wohl tat´s dem armen Adam weh; daß Gott ihm nicht sein Eden ließ; er hatte keine Vettern je, sonst säß´ er noch im Paradies

Gott und Teufel | Politische Gedichte | | 1840


-O schöne, herrliche Weihnachtszeit

O schöne, herrliche Weihnachtszeit was bringst du Lust und Fröhlichkeit! Wenn der heilige Christ in jedem Haus teilt seine lieben Gaben aus Und ist das Häuschen noch so klein, so kommt der heilige Christ hinein Und alle sind ihm lieb wie die Seinen die Armen und die Reichen die Großen und die Kleinen Der heilige […]

Gott und Teufel | Kinderlieder | 2016