Hört wie die Trommel schlägt (Kriegslied)

Politische Gedichte | | 1842

Alle:

Hört, wie die Trommel schlägt!
Seht, wie das Volk sich regt!
Die Fahne voran!
Wir folgen Mann für Mann.
Hinaus, hinaus
von Hof und Haus!
Ihr Weiber und Kinder, gute Nacht!
Wir ziehen hinaus, hinaus in die Schlacht
mit Gott für König und Vaterland.

Ein Nachtwächter von 1813:

O Gott! Wofür? Wofür?
Für Fürsten-Willkür, Ruhm und Macht
zur Schlacht?
Für Hofgeschmeiß und Junker hinaus
zum Strauß ?
Für unsers Volkes Unmündigkeit
zum Streit?
Für Most-, Schlacht-, Mahl- und Klassensteuer
ins Feuer?
Und für Regal und für Zensur
Nur
Ganz untertänigst zum Gefechte?
Ich dächte dächte –

Alle:

Hört, wie die Trommel schlägt!
Seht, wie das Volk sich regt!
Die Fahne voran!
Wir folgen Mann für Mann
im Kampf und Streit
ist keine Zeit
zu fragen Warum?
Warum? Warum?
Die Trommel die ruft wiederum
pum pum pum pum
mit Gott für König und Vaterland.

11. Dezember 1840