Kindheit unter Preußen und Napoleon

Gerade neun Jahre nach dem 14. Juli 1789, dem Tag des Sturms auf die Bastille, dem Beginn der französischen Revolution, wird am 2. April 1798 in dem Flecken Fallersleben August Heinrich Hoffmann, als Sohn von Heinrich Wilhem Hoffmann, einem Kaufmann, und Dorothea Balthasar geboren. Hoffmanns Vater war 5 Jahre lang Bürgermeister des kleinen Ortes, das zum Herzogtum Hannover gehörte, das wiederum Teil des in Auflösung befindlichen „Heiligen römischen Reiches Deutscher Nation“ war. Dieses war in hunderte kleiner Fürstentümer und Territorien und die beiden sich uneinigen Großmächte Preußen und Österreich zerfallen. Die Revolution im Nachbarland Frankreich, das dadurch zur Nation wurde, deren Bürger die gleichen Rechte besaßen, hatte in den völlig rückständigen deutschen Landen kaum Wirkung. Die Fürsten befahlen, ihre unmündigen Untertanen hatten zu gehorchen, starre Standesschranken regelten das Leben. Man erzählte sich die Geschichte vom alten Kaiser Barbarossa, der im Kyffhäuser Berg mit seinen Soldaten darauf wartete, daß seine Stunde schlug.