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Zwecklose Gesellschaft

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Der 28-jährige Hoffmann gründete am 2. 9. 1826 mit anderen Breslauer Gleichgesinnten seine eigene Gesellschaft: Die Zwecklose Gesellschaft  Mitbegründer war der junge Fabrikant Karl Milde (22 Jahre alt), einer der engsten Freunde Hoffmanns während seiner Breslauer Zeit. Die Mitglieder der zwecklosen Gesellschaft kamen aus allen Sparten des Bildungsbürgertums (Lehrer, Bildhauer, Offiziere, Chemiker, Dichter, Maler), es waren nie mehr als zwölf. Man traf sich in der Wohnung des Musiklehrers Immanuel Sauermann in der Weißgerbergasse. Man sang eine Art Hymne ab, das vom Dichtermitglied Karl Geißheim erdachte neunstrophige Weißgerberlied (nach der Weißgerbergasse) Man diskutierte, musizierte, trug eigene und fremde Literatur vor, der Selbstzweck stand dabei im Vordergrund, keinesfalls eine Außenwirkung. Hoffmann führt in seinen Lebenserinnerungen aus:

„Wir fühlten uns von einem reinen und be­geisterten Streben beseelt, den Menschen, sein Wissen und Können verstehen zu lernen und zu würdigen, sich so zu erheitern und anzuregen und weiter zu fördern in allem Wahren, Guten und Schönem.... ich konnte dort mich über Alles frei aussprechen, meine Ansichten entwicklen, durch Widerspruch von anderer Seite läutern, erweitern und befestigen. Auch konnte ich meine Kenntnisse vermehren ... "

„Wir kamen jeden Samstagabend zusammen. Nachdem wir gespeist hatten, eröffnete der Präsident die Sitzung. Zunächst wurde das Protocoll vom vorigen Samstag vorgelesen. Dann theilte jeder mit was er des Mittheilens werth hielt, Eigenes und Fremdes, Gedichte, Aphorismen, Witze, Auszüge aus alten und neuen Büchern. Alles wurde besprochen ... So machten wir auch Epigramme und Knittelverse gegen alle die uns anfeindeten und gegen Alles, was uns zuwider war. Obschon wir keine öffentliche Sitzungen hielten, so konnte es doch nicht fehlen, dass unser Thun und Treiben bald öffentlich besprochen wurde, weil wir doch zuweilen einen heimischen Gast unter uns hatten. "

Lieder und Gedichte, die z.B. bei Geburtstagsritualen entstanden, wurden in zwei Jahrgängen der Societaets-Schriften und in drei weiteren Bändchen niedergelegt. Die "Zwecklosen" überzogen die etablierte Breslauer Kulturszene mit Spott und Hohn. Veröffentlichungen (z.B. im Musenalmanach ) wurden mit scharfen Worten verspottet.  „Ist das nicht Schweinebratenpoesie auf der Kegelbahn am blauen Montag?"

1830 (nach vier Jahren) wurde die „Zwecklose Gesellschaft" aufgelöst. Offensichtliche Dissonanzen zu Hoffmann führten zum Austritt maßgeblicher Mitglieder. So konzentrierte Hoffmann sich mehr und mehr auf den Breslauer Künstlerverein , wo er als Präsident der Schillerfeste von 1835 bis 1841 weiter „Furore" machte. ( siehe Heimat und Verkehrsverein Höxter )




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Hoffmann von Fallersleben - Verfasser des Deutschlandliedes, seit 1922 die deutschen Nationalhymne. Autor von Kinderliedern, revolutionären Gedichten im Vormärz, Sprachforscher und Bibliothekar.

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