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Das Parlament zu Schnappel

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Das Parlament zu Schnappel erschien erstmals 1850. A. Kutscher schreibt im Nachwort zum Neudruck (1918):

"... ein Büchlein, das zu den Seltenheiten in den deutschen Bibliotheken gehört. Auch antiquarisch begegnet es dem Sammler selten; des Dichters Sohn ... schrieb mir, daß Antiquare in Berlin das Buch in zwanzig Jahren kaum zweimal in Händen gehabt und dann zu einem ziemlich hohen Preis verkauft haben. Das Werk ist weder in der von Heinr. Gerstenberg besorgten Gesamtausgabe, noch in sonstigen Zusammenstellungen ... oder als Einzelerscheinung gedruckt."

Hoffmann stellt nach stenographischen Berichten die Unterhaltungen eines kleinen Kreises deutscher Bürger zusammen, die der Stammtisch an sieben Tagen einer Woche beim Kronenwirt abhält. Literarische Quellen wie Saphir und Glassbrenner sind benutzt worden, vor allem geht Hoffmann auf mündliche Überlieferungen zurück und ist mit solchem Eifer tätig, daß das Buch geradezu als Schatzkästlein der Komik aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bezeichnet werden kann.

"Wir haben hier das Zötchen und den politischen Witz, die mannigfachen Unterschiede des sächsischen, plattdeutschen, Berliner, schwäbischen, Wiener und jüdischen Witzes ... Daß es hier nach der Bewegung von 1848 nicht immer ganz harmlos zugeht, ist klar ..." (Derselbe in der Frankf. Zeitung vom 5. 9. 1917).

Der im Selbstverlag herausgegebene Band war auch der erste und letzte Versuch des Autors in die profitable Domäne der Verleger einzudringen. Nachdem sich der Eigenvertrieb nicht rentiert hatte, gab er die Restauflage auf Hinweis von Freiligrath an dessen Verleger ab, der aber nie abrechnete.... Bingerbrück, im Selbstverlag, 1850, Auflage 1000 Stück.  Nach stenographischen Berichten herausgegeben. 256 S. Noch einmal aufgelegt 1918, Hanfstaengl, München, nur 950 Exemplare, Vorwort von Prof. Dr. Arthur Kutscher 

Das Parlament zu Schnappel. Nach stenographischen Berichten herausgegeben. Bingerbrück 1850. Selbstverlag, kl. 8°. 256 SS. 1851

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Hoffmann von Fallersleben - Verfasser des Deutschlandliedes, seit 1922 die deutschen Nationalhymne. Autor von Kinderliedern, revolutionären Gedichten im Vormärz, Sprachforscher und Bibliothekar.

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