Deutsche Nationalhymne

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Die Geschichte der Deutschen Nationalhymne: Von Hoffmann von Fallersleben am 26. August 1841 auf Helgoland geschrieben, erst 1922 von Friedrich Ebert zur Nationalhymne erklärt, nachdem insbesondere die erste Strophe mit ihrem “Deutschland über Alles” im ersten Weltkrieg zur Helden-, Opfer- und Kriegsmusik wurde. Die Nationalsozialisten sangen die erste Strophe der Nationalhymne gemeinsam mit dem Horst-Wessel-Lied  in der Bundesrepublik sang man nur die dritte Strophe von Deutschland Deutschland über alles.

Land der ewigen Gedanken

Land der ewigen Gedanken, Deutschland, Deutschland, Jugendland! Stehe fest und sonder Wanken, Land der ewigen Gedanken, In der Zeiten Wirbelbrand. Land der unbesiegten Liebe, Deutschland, Deutschland, Herzensland! Mitten in dem Machtgetriebe, Land der unbesiegten Liebe, Halte du in Treuen stand. Land der schwielen harten Hände, Deutschland, Deutschland, Arbeitsland! Fühle deine Zeitenwende, Land der schwielenharten Hände, Halt den Knechtegeist gebannt. Im Jahre 1913 schrieb Hermann Claudius, Urenkel von Mathias Claudius, ein neue deutsche Nationalhymne. Das Lied wurde 1916, mitten im ersten Weltkrieg, von Wilhelm Englert vertont und 1921 uraufgeführt, ein Jahr, bevor Friedrich Ebert Hoffmanns "Deutschland über alles" zur Nationalhymne erklärte: der Versuch eines Neuanfangs gegen Hoffmanns auch damals schon umstrittenes Deutschlandlied.

Deutschland Deutschland, schwer in Dalles

Deutschland, Deutschland, schwer in Dalles, schwer in Dalles in der Welt, wenn die Marmelad nit alles brüderlich zusammenhält Eier, Butter, Wurscht und Schinke sin' nur für die Reiche da, nur mir arme, arme Schlucker gucke zu und kreische: Hurrah ! (Spottlied eines unbekannten Mainzer Soldaten, 1918)

Vierte Strophe nach dem ersten Weltkrieg

Deutschland, Deutschland über alles, und im Unglück nun erst recht ! Nur im Unglück kann sich zeigen, ob die Liebe stark und echt. Darum soll es weiterklingen von Geschlechte zu Geschlecht; Deutschland, Deutschland über alles, und im Unglück nun erst recht ! Im Jahre 1921 schrieb Albert Matthai aus. Pr. Stargard diese vierte Strophe, die bis in die dreißiger Jahre viel gesungen worden sein soll, vor allem während der Ruhrbesetzung 1923. Sie fand unter anderem Aufnahme in das "Liederbuch der Deutschen Kriegsmarine" von 1927.

Deutschlandlied wird Nationalhymne

Der Kampf für die deutsche Einheit war in der Zeit vor der Revolution 1848 /1849 dem sogenannten Vormärz, untrennbar verbunden mit dem Kampf für Bürger- und Menschenrechte. Mehr als 10 Jahre hat Hoffmann in diesem Kampf eine wichtige Rolle gespielt, seine Gedichte haben wesentlich den Gang der Ereignisse mit beeinflußt. Die Zeilen des Deutschlandliedes "von der Maas bis an die Memel, von der etsch bis an den Belt" waren 1841 nicht anmaßend und im Sinne von Eroberern gemeint und wurden auch nicht so verstanden, aber als der sozialdemokratische Reichspräsident Friedrich Ebert das lied am 11. August 1922, dem Jahrestag der Verfassung, mit allen drei Strophen zur Nationalhymne erklärte war die Lage völlig anders. 1920 während des Kapp – Putsches sang es die rechtsradikale Brigade Erhardt, die mit Einverständnis der Sozialdemokratie die für die Republik streikenden Arbeiter an Rhein und Ruhr…

Heimat

Nun haben wir auf vielen Seiten Nein gesagt, Nein aus Mitleid und Nein aus Liebe, Nein aus Haß und Nein aus Leidenschaft - und nun wollen wir auch einmal Ja sagen. Ja -: zu der Landschaft und zu dem Land Deutschland. Dem Land, in dem wir geboren sind und dessen Sprache wir sprechen.  Der Staat schere sich fort, wenn wir unsere Heimat lieben. Warum grade sie - warum nicht eins von den andern Ländern? Es gibt so schöne. Ja, aber unser Herz spricht dort nicht. Und wenn es spricht, dann in einer andern Sprache - wir sagen "Sie" zum Boden; wir bewundern ihn, wir schätzen ihn - aber es ist nicht das. Es besteht kein Grund, vor jedem Fleck Deutschlands in die Knie zu sinken und zu lügen: wie schön! Aber es ist da etwas allen Gegenden Gemeinsames - und…

Wir haben das Recht, Deutschland zu hassen

Aus Scherz hat dieses Buch den Titel ‚Deutschland, Deutschland über alles’ bekommen, jenen törichten Vers eines großmäuligen Gedichts. Nein, Deutschland steht nicht über allem und ist nicht über allem niemals. Aber mit allen soll es sein, unser Land. Und hier stehe das Bekenntnis, in das dieses Buch münden soll:  Ja, wir lieben dieses Land. Und nun will ich euch mal etwas sagen: Es ist ja nicht wahr, daß jene, die sich »national« nennen und nichts sind als bürgerlich-militaristisch, dieses Land und seine Sprache für sich gepachtet haben. Weder der Regierungsvertreter im Gehrock, noch der Oberstudienrat, noch die Herren und Damen des Stahlhelms allein sind Deutschland. Wir sind auch noch da. Sie reißen den Mund auf und rufen. "Im Namen Deutschlands ... !" Sie rufen: "Wir lieben dieses Land, nur wir lieben es." Es ist nicht wahr. Im Patriotismus lassen wir…