Deutsche Nationalhymne

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Die Geschichte der Deutschen Nationalhymne: Von Hoffmann von Fallersleben am 26. August 1841 auf Helgoland geschrieben, erst 1922 von Friedrich Ebert zur Nationalhymne erklärt, nachdem insbesondere die erste Strophe mit ihrem “Deutschland über Alles” im ersten Weltkrieg zur Helden-, Opfer- und Kriegsmusik wurde. Die Nationalsozialisten sangen die erste Strophe der Nationalhymne gemeinsam mit dem Horst-Wessel-Lied  in der Bundesrepublik sang man nur die dritte Strophe von Deutschland Deutschland über alles.

Ehrungen in der Zeit des Nationalsozialismus

Während der nationalsozialistischen Diktatur wird nicht nur die Nationalhymne weiter gesungen, wenn auch nur die erste Strophe mit "Deutschland Deutschland über alles", das den neuen Machthabern so gut zu "Denn heute (ge)hört uns Deutschland und morgen die ganze Welt" und "Die Fahne hoch die Reihen fest geschlossen" passt: auch Hoffmann von Fallersleben und sein Andenken werden staatstragend. Hoffmanns Geburtshaus geht in den Besitz der Stadt Fallersleben über. Ein Zufall wird der Zeitpunkt, ein Jahr nachdem die Nationalsozialisten an die Macht kommen, sicher nicht gewesen sein.

100 Jahre Deutschland über alles

Wer Helgoland liebt, den frischen Seewind, den Herbststurm, der die Wogen der Nordsee donnernd gegen die roten Felsen wirft, die unvergesslich schönen Sonnenuntergänge, der wandert auch Tag für tag unten am Strand zum hochragenden Karl-Peters-Denkmal und dann hinüber zum Ehrenmal von Hoffmann von Fallersleben. Auf schlichtem Sockel, der mächtige Kopf, umrahmt vom vollen Jahr seiner Altersjahre, von grüner Patina geschmückt. Man hätte ihn darstellen sollen, wie er auf Helgoland einstmals umherging, wie er als vierzigjähriger durch Deutschland kreuz und quer zog, als Liebling der besten Deutschen gefeiert, mit der leichten Mütze auf dem Kopf, mit den scharfgeschnittenen Zügen und mit dem Wanderstab in der Hand. 1840 ist er zum ersten Male auf der Felseninsel in der Nordsee. Im ausgehenden Sommer 1841 kehrt er wieder und bleibt vom 11. August bis 5. September auf Helgoland. Schon am ersten Abend finden sich…

100 Jahre Deutschlandlied

100 Jahre Deutschlandlied: Artikel von 1941 über Hoffmann von Fallersleben auf Helgoland und die Entstehung der Nationalhymne. Mitten im 2. Weltkrieg: So, der Besuch aus Hannover hatte sich eben verabschiedet, und der Bewohner dieses kleinen Giebelstübchens hoch oben an der Kante des Oberlandes von Helgoland machte es sich nun wieder bequem in dem alten Lehnstuhl, der wie immer in der Ecke des Mansardenzimmers stand. Hier saß er doch am liebsten, der Dichter aus dem Niedersachsenlande. War hier im Raum auch alles einfach, ja fast dürftig, so gab es doch etwas, was manches stolze Logierhaus nicht aufzuweisen hatte: Drei Fenster, durch die man eine herrliche Aussicht genoss nicht nur auf das Meer mit seiner ewigen Brandung, sondern auch auf die roten Klippen und Felsen, wie Mönch, Nonne, Hengst u.a. Hier oben wohnt die Freiheit, hier durfte er dichten, wie es ihm…

Als uns einst an deinem Grabe

Als uns einst an deinem Grabe deutsche Not zum Schwur verband Da der Knechtschaft rote Fahnen weithin wehten durch das Land O wie hat verbotenen Schalles dieses Lied die Brust durchgellt: Deutschland, Deutschland über alles über alles in der Welt ! Doch dann kam der Tag der Freiheit, die der Führer uns gebracht; lodernd rissen deine Worte uns zum Licht nach trüber Nacht Durch das Rund des Erdenballes von der Etsch bis an den Belt Deutschland, Deutschland über alles über alles in der Welt ! Nun erfüllt der Länder Weiten deutschen Schwertes Siegesklang wieder führt dein Lied die Kämpfer wie bei Langemark es klang. Auf dem Rand des Eisenwalles, übers Meer, durch Rußlands Feld Deutschland, Deutschland über alles über alles in der Welt ! Einigkeit und Recht und Freiheit, was du sehntest, ist gestillt machtvoll steigt zu neuem Glanze deiner…

Auferstanden aus Ruinen

Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt Laß uns dir zum Guten dienen Deutschland, einig Vaterland Alte Not gilt es zu zwingen und wir zwingen sie vereint Denn es muß uns doch gelingen daß die Sonne schön wie nie über Deutschland scheint. Glück und Friede sei beschieden Deutschland, unserem Vaterland Alle Welt sehnt sich nach Frieden Reicht den Völkern eure Hand Wenn wir brüderlich uns einen schlagen wir des Volkes Feind Laßt das Licht des Friedens scheinen daß nie eine Mutter mehr ihren Sohn beweint Laßt uns pflügen, laßt uns bauen lernt und schafft wie nie zuvor und der eigenen Kraft vertrauend steigt ein frei Geschlecht empor Deutsche Jugend, bestes Streben unseres Volks in dir vereint Wirst du Deutschlands neues Leben und die Sonne schön wie nie über Deutschland scheint. Text: Johannes R. Becher Musik: Hanns Eisler - erstmals gedruckt am 6.…

Land des Glaubens deutsches Land

Land des Glaubens, deutsches Land, Land der Väter und der Erben, uns im Leben und im Sterben Haus und Herberg, Trost und Pfand, seid den Toten zum Gedächtnis, den Lebend‘ gen zum Vermächtnis, freudig vor der Welt bekannt, Land des Glaubens, deutsches Land Land der Hoffnung, Heimatland, ob die Wetter, ob die Wogen über dich hinweggezogen, ob die Feuer dich verbrannt, Du hast Herzen, die vertrauen. Lieb und Treue halten stand, Land der Hoffnung, Heimatland. Land der Liebe, Vaterland, Heil´ger Grund, auf den sich gründet, was in Lieb und Leid verbündet Herz mit Herzen, Hand mit Hand. Frei, wie wir dir angehören und uns dir zu eigen schwören, Schling um uns dein Friedensband, Land der Liebe,Vaterland. 1950 bat der erste Bundespräsident Theodor Heuss den ihm befreundeten Dichter Rudolf Alexander Schröder eine neue eigene Nationalhymne zu schaffen.Der Autor, der als Erneuerer…