Deutschlandlied – Zitate

Deutschlandlied-Zitate: Reaktionen und Parodien auf die „Dümmste Parole der Welt“ (Nietzsche) – Was sagen andere über das Deutschlandlied-Zitate.

Sein Heil und sein Glück

So ist es denn auch gerade das Lied, das uns Deutschen am heiligsten erscheint, ein großes Lied der Sehnsucht. Viele, in anderen Völkern, verstehen es nicht. Sie wollen gerade in jenem Lied etwas Imperialistisches erblicken, das doch von ihrem Imperialismus am weitesten entfernt ist. Denn welch schönere Hymne für ein Volk kann es geben als jene, die ein Bekenntnis ist, sein Heil und sein Glück in seinem Volk zu suchen und sein Volk über alles zu stellen, was es auf dieser Erde gibt.

Adolf Hitler, 1937

Das germanische Ideal

Und wenn Hoffmann als zweite Strophe dichtete: „Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang“ so sind, mit dieser Würdigung der deutschen Frau über ein Jahrtausend christlicher Demütigungen hinweg wieder Fäden zur germanischen Weibeswertung geknüpft, in Übereinstimmung mit dem Wort des Führers, wonach wir das germanische Ideal auf unsere Fahnen geschrieben.

Ernst Hauck, Das Deutschlandlied, Dortmund 1941

Einigkeit und Recht und Freiheit (1949)

Die Franzosen haben bei ihrer großen Revolution den Neubau ihres Staates unter das Dreigestirn „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ gestellt. Wir gründen unser neues Deutschland auf „Einigkeit und Recht und Freiheit…“

Kultusminister Finck in der Debatte über die Wiedereinführung des Deutschlandliedes, 1949

Keine Sinnesänderung

Die Einführung des Deutschlandliedes als Nationalhymne ist keine „Sinnesänderung, sondern es kommt im Gegenteil darin eine Gesinnung zum Vorschein, welche die Wurzel zu jener Giftpflanze bildete, die sich dann im dritten Reich zu schrecklicher Blüte entfaltete. Wer könnte bei einiger Kenntnis der heutigen Volksstimmung… und angesichts dessen, was in Massenversammlungen und in einer gewissen Massenpresse ans Tageslicht kommt, behaupten, mit der Beseitigung der Blüte sei auch die Wurzel ausgerissen?“

Pfarrer Karl Handrich,in: Die Stimme der Gemeinden, Nr.7, 1952

Eingeständnis der Peinlichkeit

Gemäß dem Evangelium von Jesus Christus predige ich meiner Gemeinde und lehre ich meine eigenen und die mir zur Unterweisung anvertrauten Kinder, daß wir zuerst Christen und Menschen und dann erst Deutsche sind: Das Lied „Deutschland über alles in der Welt“ steht dazu im Widerspruch und darum kann ich sein Erlernen und Singen nicht verantworten.

(Und dann die) …scheinbar so unanfechtbare dritte Strophe des Deutschlandliedes…deren isolierter Gebrauch übrigens ein Eingeständnis der Peinlichkeit der beiden ersten Strophen bildet und trotzdem nicht von Dauer sein konnte, wie die Praxis zeigte. Ihr Gesang muß unweigerlich zur Rehabilitierung und Benutzung der anderen Strophen zurückführen.

Pfarrer Karl Handrich, Deutschland über Alles in der Welt?, in: Die Stimme der Gemeinden, April 1954

Hymne für einen Männergesangsverein

„Lied der Deutschen“, heißt das Deutschlandlied ursprünglich. Die zweite Strophe macht unmißverständlich klar, wer das eigentlich ist, „die Deutschen“, wem es sozusagen in die schon immer sangesfreudige Kehle geschrieben wurde: dem deutschen Mann. Unsere Nationalhymne ist von A bis Z eine Hymne für einen Männergesangsverein.

Luise F. Pusch, Alle Menschen werden Schwestern –
Feministische Sprachkritik, Frankfurt a,M. 1980

Deutschland, Deutschland über alles! (Collage)

Deutschland, Deutschland über alles!
Deutscher Wein und Deutscher Sang.
Danach lasst uns alle streben,
brüderlich mit Herz und Hand.
Von der Maas bis an die Memel
Unser ganzes Leben lang
Deutsche Frauen, deutsche Treue
blühe, deutsches Vaterland!
Blüh im Glanze dieses Glückes,
blühe, deutsches Vaterland!

Diese Version: Michael Zachcial, 2001 –
Auf der CD „Knüppel aus dem Sack“ gibt es eine „neue“ Version des Deutschlandliedes zu hören, einen Zusammenschnitt aller drei Strophen