Winter

Winter adé (Winters Abschied)

Winter adé! Scheiden tut weh. Aber dein Scheiden macht, Daß mir das Herze lacht! Winter adé! Scheiden tut weh. Winter adé! Scheiden tut weh. Gerne vergeß ich dein, Kannst immer ferne sein. Winter adé! Scheiden tut weh. Winter adé! Scheiden tut weh. Gehst du nicht bald nach Haus, Lacht dich der Kuckkuck aus! Winter adé! […]

| | 1835


Wie ist es kalt geworden (Sehnsucht nach dem Frühling)

Wie ist es kalt geworden und so traurig, öd´ und leer! Rauhe Winde weh´n von Norden und die Sonne scheint nicht mehr. Auf die Berge möcht´ ich fliegen, Möchte sehn ein grünes Tal, Möcht´ in Gras und Blumen liegen Und mich freu´n am Sonnenstrahl. Möchte hören die Schalmeien Und der Herden Glockenklang, Möchte freuen mich im Freien An […]

| | 1835


Kehr wieder lieber Sonnenschein (Vögleins Klage)

Kehr wieder, lieber Sonnenschein, Kehr wieder, heitre Bläue! Daß ich mich armes Vögelein Noch einmal wieder freue. Wie war mir sonst so lieb der Wald, So lieb das Dach der Blätter! Jetzt ist es ringsum trüb und kalt Bei Wind und Regenwetter!“ So klagt das arme Vögelein Bei jedem Regenschauer, Schläft abends spät in Trauer […]

| | 1866


In unsers Vaters Garten (Der Blümlein Antwort)

In unsers Vaters Garten da wars noch gestern grün da sah ich noch so mancherlei so schöne Blumen blühn Und heut ist Alles anders und heut ist alles tot wo seid ihr hin, ihr Blümelein ihr Blümlein gelb und rot? O liebes Kind, wir schlafen nach Gottes Willen hier bis Er uns seinen Frühling schickt […]

| | 1873


Weilet weilet länger nicht

Weilet weilet länger nicht milde Frühlingslüfte Weg das rauhe Winterkleid spende holde Maienzeit bald die süßen Düfte Lange ach zu lange schon bist du, Lenz, gewichen und das öde starre Jahr hat der Ulme lieblich Haar längst zu Schnee geblichen Weilet weilet länger nicht milde Frühlingslüfte Scheuchz der Fluren banges Weiß Sprengt der Fluten starres […]

| | 1873


Nein die dunklen Tage (Die dunklen Tage)

Nein, die dunklen Tage Hab´ ich gar nicht gern, Sehe keine Sonne, Keinen Mond noch Stern. Alles ist so traurig, Nirgends Lust noch Sang, Ach, und stets zu Hause, Wird die Zeit mir lang. In dem Bilderbuche Find´ ich wieder nur, Dran ich jüngst mich freute, Garten, Wies´ und Flur. Drum, wie werd´ ich heuer […]

| | 1873


Der Reif ist ein geschickter Mann (Der Reif)

Der Reif ist ein geschickter Mann: 0 seht doch, was er alles kann! Er haucht nur in den Wald hinein, Wie ist verzuckert schön und fein Ein jeder Zweig und Busch und Strauch Von seinem Hauch! Wie schnell es ihm von Händen geht! Kein Zuckerbäcker das versteht. Und alles fein und silberrein, Wie glänzt es […]

| | 1873


Wohl ist der Winter die schlimmste Zeit

Wohl ist der Winter die schlimmste Zeit Der Frühling, er ist so weit, so weit! Von Grünen und Blühen keine Spur, Am Fenster gefrorene Blumen nur. Und dennoch tröst´ ich mich: mir blüht Ein ewiger Frühling im Gemüt. Ich kann in Gedanken dem Winter entschweben Und trotz dem Winter im Frühling leben.

| | 1873


Die Fahn ist aufgepflanzet (Sturmlied)

Die Fahn ist aufgepflanzet auf der Schneeburg hohem Wall Die Feind auf allen Seiten sie fordern uns zum Streiten Frisch hinan, Mann für Mann! Mut gefaßt! Drauf und dran! Nehmt den Schneeball, nehmt den Schneeball Nehmt den Schneeball in die Hand! Und werfet, werft und stürmet! Der Kampf, er ist begonnen Auf der Schneeburg hohem […]

| | 1873


Wie ist so herrlich die Winternacht (Winternacht)

„Wie ist so herrlich die Winternacht! Es glänzt der Mond in voller Pracht Mit den silbernen Sternen am Himmelszelt. Es zieht der Frost durch „Wald und Feld Und überspinnet jedes Reis Und alle Halme silberweiß. Er hauchet über den See, und im Nu Noch eh´ wir´s denken, friert er zu. So hat der Winter auch […]

| | 1873


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