O könnt ich schlafen und träumen!

O könnt´ ich schlafen und träumen
in Waldeseinsamkeit,
und dort mit den alten Bäumen
nichts hören von unserer Zeit!
Nichts hören von Ehren und Schanden,
von Ordnung und rettender Tat,
von Kerkern, Ketten und Banden,
von Standrecht und Hochverrat !

O Könnt´ ich schlafen und träumen
in Waldeseinsamkeit,
und dort mit den alten Bäumen
nichts hören von unserer Zeit!
Ich läge ruhig und schliefe
und träumte, mein Lieb von dir,
bis deine Stimme mich riefe;
wach auf und komm zu mir!

13. April 1851 (in: Heimatklänge )

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