Revolution in Deutschland

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Onkel heiratet Nichte

Auf diese erquickliche Poesie folgte nun eine sehr unerquickliche Prosa. Um allen gesetzlichen Bestimmungen in Betreff meiner Heirat zu genügen, mußte ich mich unterziehen allerlei Schreibereien, Reisen, Besuchen und Verhandlungen. Da meine Braut als Braunschweigerin betrachtet wurde, und auf sie die braunschweigischen Gesetze Anwendung fanden, so war ein Haupthindernis beseitigt, nämlich daß der Oheim nicht seine Nichte heiraten darf. Nach vielen Wochen Hin- und Herschreibens und Reisens zwischen Braunschweig, Hannover und Bothfeld hatte ich denn endlich eine ganze Sammlung von Scheinen herbeigeschafft, theils für mich, theils für meine Braut, als da waren: Geburts- und Confirmationsschein, Heimatsschein, Aufgebotsschein von Waldalgesheim, elterlicher…