Paulskirche und das Parlament

Den 20. April setzte ich meine Reise fort und traf den 22. in Frankfurt ein. Der Zweck meiner Reise war, Itzstein zu sprechen und das Parlament kennen zu lernen. Beides erreichte ich. Der Eindruck, den die ganze Parlamentsgeschichte auf mich machte, war kein erfreulicher: es kam mir immer vor, als ob ein anfangs blühendes Geschäft jetzt in allmählicher Auflösung sich befände und die Firma würde nur noch eine Zeitlang so fortgeführt. Es ist manches schöne, aber mehr noch manches übrige Wort für die deutsche Einheit und Freiheit gesprochen, manches Lied gesungen, manches Seidel und mancher Schoppen darauf getrunken, und es hat doch nichts geholfen.

Hoffmann schreibt am 28. April 1849 das Gedicht von Vetter Michels Vaterland: Wo Belagerungszustand ein Recht ist und das Volk ein gehorsamer Knecht ist , wo die Volksvertreter Philister sind und die ärgsten Heuler die Minister sind: Da ist Vetter Michels Vaterland!“
Am 30. April wanderte ich weiter. Ich hatte an dem achttägigen Stück Parlamentsgeschichte nicht schwerer zu tragen als an meinem Gepäck, nach drei Stunden war ich zu Mannheim in Itzstein ´s Wohnung. Hier wollte ich es abwarten, bis die Nationalversammlung zu Frankfurt und der Landtag zu Karlsruhe geschlossen wären und Itzstein frei würde – er war an beiden Orten Abgeordneter –, um dann mit ihm auf sein Gut in Hallgarten zu gehen und dort den Frühling zuzubringen. in Mein Leben .