Stört mich nicht in meinen Träumen

Liebesgedichte | | 1836

Stört mich nicht in meinen Träumen
Laßt mich, wie ich will, genießen
Laßt mich ruhen, laßt mich lauschen
Und im Schaun die Zeit verbringen!
Laßt mich unter Blütenbäumen
Sehen, wie die Quellen fließen,
Hören, wie die Blätter rauschen
Und die Vögel lieblich singen!
Sagt, was soll ich sonst beginnen?
Sagt, was soll ich mehr gewinnen?
Laßt mich unter Blütenbäumen
So im Schaun die Zeit verbringen!
Laßt mich ruhen, laßt mich lauschen,
Laßt mich, wie ich will, genießen!
Stört mich nicht in meinen Träumen,
Wenn ich unter Blütenbäumen
Meine Zeit so will verbringen,
Hören will die Vögel singen,
Wenn ich schauen will und lauschen,
Ob die Blätter wehn und rauschen,
Wie die hellen Quellen fließen,
Wie die Blumen um mich sprießen.