|
Wenn die Lerch´ empor sich schwingt, Durch die blauen Lüfte singt, Und der Kiebitz um sein Nest Kreisend sich vernehmen läßt Und das Ackermännchen schnell Hüpft umher am Wiesenquell — Dann, dann ist der Frühling da, Freud´ und Leben fern und nah!
Wenn das Veilchen freundlich blickt, Seinen Morgengruß uns nickt, Wenn der Himmelsschlüssel sprießt, eine goldnen Kelch´ erschließt, Und Schneeglöckchen bim bam bom Läuten: Frühling, komm, komm, komm! Dann, dann ist der Frühling da, Freud´ und Leben fern und nah!
Wenn das Auge alles sieht Und das Ohr hört jedes Lied; Wenn das Herz, von Lust bewegt, Frei sich fühlt und voller schlägt Und vergißt mit einemmal All des Winters Leid und Qual — Dann, dann ist der Frühling da, Freud´ und Leben fern und nah!
|