Willkommen, Vater Itzstein

Gedichte | 2005

Füllt die Gläser bis zum Rande !
Brüder, stoßet an !
Denn es gilt dem Vaterlande,
gilt dem braven Mann.
Vaterland, freue dich !
Deine Nacht wird  immer heller:
Itzstein, unser Stern,
leuchtet nach und fern.

Beide sind ja ungetrennet:
Wo man´ s deutsche Land
irgendwo auf Erden nennet,
ist auch er genannt.
Laßt uns streben, laßt uns streiten
auf der Freiheit Bahn,
fortgehen mit dem Geist der Zeiten.
So wie er´ s getan !


Laßt uns ohne Furcht und Bangen
trotz der Willkür Macht
treu an Recht und Wahrheit hangen,
so wie er´ s gemacht !
Laßt uns öffentlich besprechen
voller Männermut,
unsere Leiden und Gebrechen,
so wie er es tut !


Laßt uns sein in schlimmen Tagen
ehrenwert wie er,
einig sein und nicht verzagen,
standhaft sein  wie er.
Füllt die Gläser bis zum Rande !
Brüder, stoßet an !
Denn es gilt dem Vaterlande,
gilt dem braven Mann.
Vaterland, freue dich !
Deine Nacht wird  immer heller:
Itzstein, unser Stern,
leuchtet nach und fern.


Geisenheim, 28. August 1844
Melodie: Noch ist Polen nicht verloren