Fallersleben-Jahr: 1835

Das Leben des Hoffmann von Fallersleben

Brief an Ferdinand Wolf in Wien (3)

La Rauschen, lieb, la Rauschen Ich acht nit, wie es geht – (Wunderhorn II, 50) so möchtet Ihr wohl singen, Ihr Herren der k. k. Hofbibliothek, als ihr den armen Rauschen zum 44male in die Welt schleudertet, ins ungewisse Menschenlos, denn dieser Bruder Rausch ist mir erst vor wenigen Tagen aus Zittau zukommen. Nun, er […]

Freitag. 03. Juli 1835 in: Biographie |


Im Walde möcht ich leben

Im Walde möcht´ ich leben zur heißen Sommerzeit, der Wald, der kann uns geben viel Lust und Fröhlichkeit. In seine künlen Schatten winkt jeder Zweig und Ast das Blümchen auf den Matten nickt mir: „Komm, lieber Gast!“ Wie sich die Vögel schwingen im hellen Morgenglanz! Und Hirsch´ und Rehe springen so lustig wie zum Tanz […]

Freitag. 07. August 1835 in: Naturgedichte | |


Komm zum Garten zu dem wohlbekannten

Komm zum Garten, zu dem wohlbekannten Komm zum Rasensitz, dem oft genannten Wo zum Maitrank Schmetterling‘ und Bienen Sind erschienen Komm zum Herzen Herz, komm Mund zum Munde Schlägt die Stunde Um uns sollen sich die Vögel schwingen, Unsre Lieb und unsre Freude singen; Streuen sollen uns die Maienlüfte Blüt‘ und Düfte, Wenn wir küssend […]

Freitag. 21. August 1835 in: Liebesgedichte | |


Zwischen Blumen schlaf ich

Zwischen Blumen schlaf ich, bei des Baches Und der Vögel süßem Kosen Unterm Schirme des Holunderdaches Und im Dufte frischer Rosen Laßt mich schlafen, träumen, bis ich werde Meiner Liebe Glück erwerben Nur dem Liebenden gehört die Erde Ohne Liebe will ich sterben Blüten beben in dem Spiel der Winde Und dem Sang der Nachtigallen, […]

Samstag. 22. August 1835 in: Liebesgedichte | |


Hoffmann wird Professor

In diesem Jahr schreibt Hoffmann viele seiner bekanntesten Kinderlieder „Alle Vögel sind schon da, alle Vögel, alle !“, „Kuckuck, Kuckuck, ruft‘ s aus dem Wald“, „Der Kuckuck und der Esel“, „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ und „Winter ade, scheiden tut weh“. 29.8.1835, Breslau, an Jacob Grimm in Göttingen : Die nahe bevorstehende Ankunft der allerhöchsten Herrschaften […]

Samstag. 29. August 1835 in: Biographie |


Es leben die Philister

Es leben die Philister Ihre Gevattern und ihre Geschwister Die Poetenverachter, Monetenbetrachter Die Luchser, die Muckser die Pfennigfuchser Die Mucker und Achselzucker Die Agio- und Taxenkucker die Linsenleser und Zinsenzähler Die Couponschneider und Hungerleider Die, wo andere vor Freude weinen gleich mit dem Regenschirm erscheinen und wo die Freude droht einzuschlagen den Blitzableiter in der […]

Dienstag. 10. November 1835 in: Philister | Politische Gedichte | |


Vögel singen Blumen blühen (Wanderlied)

Vögel singen, Blumen blühen grün ist wieder Wald und Feld O so laß uns ziehn und wandern von dem einem Ort zum andern durch die weite grüne Welt Wie im Bauer sitzt der Vogel Saßen wir noch jüngst zu Haus. Aufgetan ist jetzt das Bauer, Hin ist Winter, Kalt´ und Trauer, Und wir fliegen wieder […]

Sonntag. 06. Dezember 1835 in: Gedichte |


Bescheidenheit siegt

Die Lerche singt, der Kuckuck schreit, Krieg führt die ganze Welt. Es fängt nun an ein großer Streit in Wald und Wies´ und Feld Die Blumen streiten hefttiglich Wer wohl die schönste sei; Und nur die Rose denkt für sich: Das ist mir einerlei. Und auch die Vögel streiten sich Um ihren Sang und Schall. Was aber […]

Sonntag. 06. Dezember 1835 in: Naturgedichte | |


Wie ist es kalt geworden (Sehnsucht nach dem Frühling)

Wie ist es kalt geworden und so traurig, öd´ und leer! Rauhe Winde weh´n von Norden und die Sonne scheint nicht mehr. Auf die Berge möcht´ ich fliegen, Möchte sehn ein grünes Tal, Möcht´ in Gras und Blumen liegen Und mich freu´n am Sonnenstrahl. Möchte hören die Schalmeien Und der Herden Glockenklang, Möchte freuen mich im Freien An […]

Dienstag. 08. Dezember 1835 in: Winter | |


Du lieblicher Stern (Der Abendstern)

Du lieblicher Stern, du leuchtest so fern. Doch hab´ ich dich dennoch, von Herzen so gern. Wie lieb´ ich doch dich So herzinniglich! Dein funkelndes Äuglein Blickt immer auf mich. So blick´ ich nach dir, Sei´s dort oder hier: Dein freundliches Äuglein Steht immer vor mir. Wie nickst du mir zu In fröhlicher Ruh´! 0 liebliches […]

Dienstag. 08. Dezember 1835 in: Abendlieder | Kinderlieder | |