Fallersleben-Jahr: 1838

Das Leben des Hoffmann von Fallersleben

Auf ihr Brüder laßt uns wallen

Auf, ihr Brüder, laßt uns wallen In den großen heil’gen Dom Laßt aus tausend Kehlen schallen Des Gesangs lebendgen Strom! Wenn die Töne sich verschlingen Knüpfen wir das Bruderband Auf zum Himmel Wünsche dringen Für das deutsche Vaterland Auf zum Himmel Wünsche dringen für das deutsche Vaterland. In der mächt’gen Eichen Rauschen Mische sich der […]

Sonntag. 25. Februar 1838 in: Weitere Deutschlandlieder |


Der Kreis schliesst sich

18.5.1838, Breslau, an unbekannt Meine Bibliotheksfehden dauern nun schon Jahre lang; seit 1.April 1837 ist mir mein Kustodiatsgehalt zurückgehalten, ganz widerrechtlich, beispiellos ! Seit einem Vierteljahre habe ich dreimal mein Gesuch um Entlassung aus dem Bibliotheks-Dienst eingereicht, seit dem 1. Mai 1838 bin ich endlich freiwillig ausgeschieden, weil es endlich so weit gekommen war, daß […]

Freitag. 18. Mai 1838 in: Biographie |


Der Corporalstock

Von einem Helden will ich singen, der einst die ganze Welt bezwang: So konnt´ es keinem noch gelingen, so glorreich wie es ihm gelang Obschon im Waldesgrün geboren bei Amselschlag und Frühlingswehn, so war er doch dazu erkoren, mit Herren Hand in Hand zu gehen Er ward gewiegt von Fürstenhänden, Zopf und Kamasche pflegten sein; […]

Sonntag. 01. Juli 1838 in: Politische Gedichte | |


Dunkel sind nun alle Gassen

Dunkel sind nun alle Gassen Und die Stadt ist öd und leer Denn mein Lieb hat mich verlassen Meine Sonne scheint nicht mehr Büsch und Wälder, Flüss und Hügel Liegen zwischen ihr und mir – Liebe, Liebe, gib mir Flügel, Daß ich fliegen kann zu ihr! Liebe, laß ihr Bild erscheinen! O so blick ich […]

Montag. 20. August 1838 in: Liebesgedichte | |


Philistervolk auf allen Wegen (Philister)

Philistervolk auf allen Wegen, Philister vor und hinter mir, Im Sonnenschein, im Schnee und Regen, Philister dort, Philister hier ! Hast du noch Beine, so enteile ! Zwar ist gewiß, du stirbst einmal – Doch ist ein Tod vor Langeweile schon hier auf Erden Höllenqual. So dacht‘ ich und es klopft so eben, und ein […]

Montag. 19. November 1838 in: Persönliches | Philister | |


Zum Amboß hielt ich mich zu schlecht (Niemandes Herr Niemandes Knecht)

Zum Amboß hielt ich mich zu schlecht, zum Hammer war ich euch nicht recht. So bin ich Amboß nicht noch Hammer und rufe frei von Herzensjammer: So ist es gut, so ist es recht, Niemandes Herr, Niemandes Knecht ! Fliegt frei der Vogel durch das Feld, so ist noch sein die ganze Welt. Müßt er […]

Freitag. 30. November 1838 in: Persönliches | Politische Gedichte | |