Fallersleben-Jahr: 1842

Das Leben des Hoffmann von Fallersleben

Ein kläglicher Anfang

Gleich zu Beginn des Jahres, am 2. Januar, erhält Hoffmann eine erneute polizeiliche Vorladung. Er zieht sich bis auf den Kontakt zu wenigen Freunden zurück und arbeitet. Unterdessen starten die Breslauer Bürger einen halbherzigen Versuch, den entlassenen Professor mit 600 Talern im Jahr zu unterstützen, doch am Ende kommt nichts dabei heraus. „Weiter nichts, als […]

Sonntag. 02. Januar 1842 in: Biographie |


Ihr Dichter wollt ihr Lieder singen (Gradus at Parnassum)

Mancher kommt zu großem Unglück durch sein eigenes Maul. (Sprüche Salomonis, 16, 26.) Ihr Dichter, wollt ihr Lieder singen, Vivallerallerallera ! So denket stets vor allen Dingen, Vivallerallerallera ! In eures Geistes Trunkenheit, daß ihr auch Untertanen seid. Vivallerallerallera ! Und hat der Himmel euch hienieden Vivallerallerallera ! Nun gar ein Staatsamt noch beschieden, Vivallerallerallera […]

Donnerstag. 13. Januar 1842 in: Dichtung und Wahrheit | Politische Gedichte | |


Laßt uns unseren Geist versenken (Sum ergo cogito)

Der Deutsche reflektiert über alles, sieht alles aus der Vogelperspektive und ist darum nie in der Mitte der Sache. Der Deutsche hat alles und ist nichts. (Börne, Gesammelte Werke, 1.16.) Laßt uns unseren Geist versenken in des Wissens tiefes Meer! Laßt uns denken, immer denken ! Ei, das ziert den Deutschen sehr. Und wenn man […]

Dienstag. 18. Januar 1842 in: Deutsches | Politische Gedichte | |


Ein Vorwärts war sein ganzes Streben (Vorwärts)

Ein Vorwärts war sein ganzes Streben Ein Vorwärts für sein Vaterland Drum war er auch bei seinem Leben der Marschall Vorwärts nur genannt Ein Konnte nie ein Haltauf leiden und was ihn hemmt in seinem Lauf ein Vorwärts muß ein Haltauf meiden sonst höret es von selber auf Und so auch dachten seine Erben weil […]

Samstag. 22. Januar 1842 in: Spott auf Obrigkeit | |


Deutschland über alles (L´Allemagne partout)

Ihr Freunde, so lasset das Fremde doch ruhn ! Wir haben genug noch zu Hause zu tun. Das Fremde bewundern kann jedermann; macht Eigenes, was man bewundern kann ! Überall mir das Gut´ und das Schöne gefällt, doch bin ich kein Affe der ganzen Welt. Ich weiß, was ich habe, ich weiß was ich bin, […]

Montag. 14. Februar 1842 in: Allgemein | |


Was kann aus Rußland kommen (Ewige Grenzsperre)

Was kann aus Rußland kommen in unserem Nutz und Frommen? Die russische Kultur, die paßt für Rußland nur. Da wachsen zu viel Ruten, und Kantschu, Peitschen, Knuten; bei meiner Seel´ und Haut! Schlecht schmeckt solch ein Kraut. Was kann uns Rußland fruchten mit seinem Talg und Juchten? Die Lichter stinken sehr, die Juchten noch vielmehr. […]

Donnerstag. 17. Februar 1842 in: Allgemein | |


Marie von Nathusius

Aufgrund der Herausgabe der „Unpolitischen Lieder“‚ wurde Hoffmann von der preußischen Regierung seines Amtes als Professor für Germanistik an der Universität Breslau enthoben und des Landes verwiesen.Philipp von Nathusius, der von den Schwierigkeiten des Dichters erfahren hatte und ihn sehr verehrte, lud ihn auf sein Gut nach Althaldensleben ein. Dankend nahm Hoffmann an. Er traf […]

Montag. 21. Februar 1842 in: Biographie |


Der Löwe lag in letzten Zügen

Es wird allenthalben tyrannisch und übel regiert. Gott schick´ s zu Besten. (Schärtlins Leben, S.173) Der Löwe lag in letzten Zügen, halb starr und ganz erblaßt, da war ihm jedes Volksvergnügen bis in den Tod verhaßt. „Still soll es sein in meinem Reiche, kein Sang und kein Geschrei! Du, Storch, du üb an jedem Teiche […]

Donnerstag. 24. Februar 1842 in: Gedichte mit Tieren | Politische Gedichte | |


Daß wir so das Fremde lieben (Ausländerei)

Daß wir so das Fremde lieben! Zu dem Fremden hingetrieben sind wir selbst uns fremd geblieben – Deutsch will keiner sein. Nur von Auslands Gnaden sollen wir bestehen wir Lebensvollen, Selbst nichts tun und selbst nichts wollen? Schlag der Teufel drein Sollen wir an uns verzagen? Kein Gefühl im Herzen tragen, nicht einmal zu sagen […]

Freitag. 25. Februar 1842 in: Deutsches | |


Deutschland über alles (L´Allemagne partout)

Ihr Freunde, so lasset das Fremde doch ruhn ! Wir haben genug noch zu Hause zu tun. Das Fremde bewundern kann jedermann; macht Eigenes, was man bewundern kann ! Überall mir das Gut´ und das Schöne gefällt, doch bin ich kein Affe der ganzen Welt. Ich weiß, was ich habe, ich weiß was ich bin, […]

Samstag. 26. Februar 1842 in: Deutschlandlied |