Fallersleben-Jahr: 1847

Das Leben des Hoffmann von Fallersleben

Ach Unser Leben ist nur ein Traum

Ach ! Unser Leben ist nur ein Traum, und unsere Hoffnung nur Schatten und Schaum. Wir suchen umsonst nach Freiheit und Glück und rufen umsonst den Frühling zurück, den Frühling, der unsere Zukunft enthüllt und unser Sehnen und Hoffen erfüllt. Die Wälder säuseln im Laubesgrün, die Quellen rauschen, die Blumen blühn, die Reben lüpfen die […]

Dienstag. 26. Januar 1847 in: Frühling | Politische Gedichte | |


Ein Bänkelsänger bin ich zwar

Ein Bänkelsänger bin ich zwar für euch und sing euch schlecht, doch sang ich schon manch liebes Jahr von Freiheit, Licht und Recht. Ihr aber schriebet mit Zensur Novellen und dergleichen nur, singt in Salons und spracht beim Tee von unseres Volkes Not und Weh. Ich sang durchs liebe Vaterland, man hörte gern mich an, […]

Donnerstag. 28. Januar 1847 in: Politische Gedichte | |


Arnold Ruge über Hoffmann von Fallersleben, 1847

Hoffmann von Fallersleben, vormals Professor in Breslau, gehört ursprünglich der altdeutschen Richtung an; seine Studien widmete er der deutschen Literatur, sie befreundeten ihn mit den Grimms und ihrer Schule; aber er unterscheidet sich von Uhland dadurch, daß er zuerst weniger romantisch und sodann satirisch-politisch auftrat. Schon im Musenalmanach von 1839 finden wir sein „Knüppel aus […]

Samstag. 20. Februar 1847 in: Biographie |


Johanna Kapp

In seinen Lebenserinnerungen umschreibt Hoffmann seine Liebe zu Johanna Kapp mit „mein Heidelberger Frühling“. Vorsichtig erwähnt er den Namen und ihr verworrenes Schicksal. Er hatte sich in die Tochter des Heidelberger Philosophie-Professors Christian Kapp verliebt. Sie wurde viele Monate der Mittelpunkt seines Dichtens und Denkens – seine „Johanna-Lieder“ beweisen es.1825 geboren, hochgewachsen, mit dunklen Augen […]

Sonntag. 21. Februar 1847 in: Biographie |


Deutschland ! Deutschland ! (Deutschland)

Deutschland ! Deutschland ! O heil´ger Name, o süßer Klang ! Dich lieb´ ich, preis´ ich mein Leben lang. Wie schlägt mir vor Lust das Herz in der Brust, Deutschland ! Deutschland ! Bei deinem Namen ! Deutschland ! Deutschland ! Umsonst nicht bist du Europas Herz: Streb immer höher, streb himmelwärts ! Daß jedes […]

Freitag. 16. Juli 1847 in: Deutsches | |


Deutschland ! Deutschland !

Deutschland ! Deutschland ! O heil’ger Name, o süßer Klang ! Dich lieb‘ ich, preis‘ ich Mein Leben lang. Wie schlägt mir vor Lust das Herz in der Brust, Deutschland ! Deutschland ! Bei deinem Namen ! Deutschland ! Deutschland ! Umsonst nicht bist du Europas Herz: Streb immer höher, streb himmelwärts ! Daß jedes […]

Freitag. 16. Juli 1847 in: Deutschlandlied |


Freiheitssinn verkannt

28.Juli in Hohenfelde, Besuche bei Pogge in Zierstorf . Es tut Hoffmann gut, daß er sich dort über vieles aussprechen kann, Freunde machen ihm Vorschläge, was er beginnen könne, um sein unstetes Wanderleben zu beenden: „Frau Augusta Pogge nahm innigen Anteil an meinem Schicksal und wünschte gar sehr, daß ich der Welt gegenüber eine unabhängige […]

Mittwoch. 28. Juli 1847 in: Biographie |


Das ist die Rebenlaube wieder

Das ist die Rebenlaube wieder Wo ich mit ihr noch neulich saß Wo ich ihr meine jüngsten Lieder Von einem schönren Frühling las Noch blühen an derselben Stelle Gar manche Blumen täglich auf Noch rauscht herab die Bergesquelle In ihrem alten muntern Lauf Noch ziehen süße Blütendüfte Wie Freundesgrüße durch das Tal Und um des […]

Freitag. 20. August 1847 in: Liebesgedichte | Naturgedichte | Persönliches |


Drüben an dem Neckar schimmert

Drüben an dem Neckar schimmert In dem hohen Haus ein Licht – Und so schön hat mir geflimmert Noch ein Stern auf Erden nicht. Meine Blicke ziehn mich immer Drüben nach dem Fensterlein, Suchen nur des Lichtes Schimmer Wie der Mond den Sonnenschein. Heitre Bilder vor mir schweben Wie aus einer andren Welt, Und ich […]

Freitag. 20. August 1847 in: Liebesgedichte | |


Dein Bild Johanna

Tag wird’s, und aus der Dämmrung sich erhebet Dein Bild, Johanna! Verklärt im Glanz der Morgenröte schwebet Dein Bild, Johanna! In jedem Lüftchen auf der stillen Flur und Im Blütendufte, Im Tröpfchen Tau an jeder Blume bebet Dein Bild, Johanna! Ja, meiner Sehnsucht und Erinnerung und All meinen Träumen Und Taggedanken hat sich eingewebet Dein […]

Sonntag. 22. August 1847 in: Liebesgedichte | |