Fallersleben-Jahr: 1848

Das Leben des Hoffmann von Fallersleben

Leb wohl (Scheidegruß an Mecklenburg)

Leb wohl, du Land der guten Herzen ! Du Wiege deutscher Gastlichkeit ! Du hießest freundlich mich willkommen in jener trüben, bangen Zeit. Verfolgt im ganzen deutschen Reiche, aus meiner Heimat gar verbannt, fand ich in dir, was ich verloren, fand ich in dir mein Vaterland. Frei wie in deinen Saatgefilden der Vogel lebt, so […]

Mittwoch. 01. November 1848 in: Biographie | Heimat | Persönliches | |


Robert Blum wird ermordet

„Und was ich sang, es ist erfüllt“, dachte sich Hoffmann, die Freiheit ist schon errungen. In diesem Bewußtsein sitzt er also seelenruhig in der Berliner Bibliothek, kein Gedanke an die Reaktion! Da wird am 8. November sein Freund Robert Blum, der als Delegierter für die Nationalversammlung nach Wien geschickt wurde, vom Militär standrechtlich erschossen. „9. […]

Mittwoch. 08. November 1848 in: Biographie |


Brief an Rudolf Müller in Holdorf

Am 12.11.1848, Berlin, an Rudolf Müller in Holdorf in Mecklenburg : Lieber Rudolf ! Noch ist Berlin ruhig. Ich komme soeben aus der National-Versammlung, die jetzt im Schützenhause in der in der kleinen Königstraße seit 2 Uhr tagt. Nachdem das Protokoll verlesen war, ging der Präsident über auf die Adressen und Petitionen. Alle würden der […]

Sonntag. 12. November 1848 in: Biographie |


Zufriedenheit ist ein Vergnügen

Zufriedenheit ist ein Vergnügen, das kann Philistern nur genügen – Ich lieb auf Erden Kampf und Streit. Zufriedenheit ist Wunsch der Stillen Spießbürger ohne Kraft und Willen – Ich lieb auf Erden Kampf und Streit. Zufriedenheit ist nur für Sklaven, die glücklich sind nur wenn sie schlafen – Ich lieb auf Erden Kampf und Streit. […]

Freitag. 17. November 1848 in: Allgemein | |


So mußt ich fliehn aus meiner Heimat

So mußt ich fliehn aus meiner Heimat – nur meine Sehnsucht kreiste stumm, wie der verjagte Adler kreiset, um sein zerstörtes Nest herum. Es wollte keine Hoffnung grünen hinieden dem Verbannten mehr; dem Heimatlosen blieb verboten zur Heimat jede Wiederkehr. Wie wehrend mit dem Flammenschwerte vorm Paradies der Engel stand: so wehrten Jahre lang Gensdarmen […]

Freitag. 17. November 1848 in: Auf der Flucht | Heimat | Politische Gedichte | |


Hopsa Geiger Pfeifer

Hopsa Geiger Pfeifer Jetzo spielt uns einen Schleifer! Hopsa! Geiger, Pfeifer, Spielt uns auf zum Tanz! Hopsa! Max und Käthchen, Dreht euch rum und schlagt ein Rädchen! Hopsa! Max und Käthchen, Dreht euch rum und tanzt! Hopsa! Fritz und Fränzel, Dreht euch rum und macht ein Tänzel! Hopsa! Fritz und Fränzel, Dreht euch rum und […]

Montag. 04. Dezember 1848 in: Kinderlieder | |


Wer tanzen will der steh nicht still (So tanzen wir)

Wer tanzen will, der steh nicht still, Darf sich nicht lang besinnen; Immer dreist und wohlgemut Muß er das Ding beginnen. Herum! herum! sieh dich nicht um! Im Takte muß es gehen! Muß sich Sonne, Mond und Stern Doch auch im Takte drehen. So tanzen wir, so tanzen wir Ganz auf die rechte „Weise, Immer […]

Montag. 04. Dezember 1848 in: Feiern und Feste | Kinderlieder | |


Ausgelitten ausgerungen (Zum oktroyierenden 5. Dezember 1848)

Ausgelitten, ausgerungen hast du endlich, deutsches Herz – Gut, daß er einmal verklungen, dieser deutsche Freiheitsmärz ! Gut, daß wir geworden kühler, wie es zum Dezember paßt. Unsere freiheitstrunkenen Wühler waren uns von je verhaßt. Gut, daß wir jetzt ohne Zittern nehmen jedes Blatt zur Hand, uns das Leben nicht verbittern um das liebe Vaterland. […]

Dienstag. 05. Dezember 1848 in: Politische Gedichte | |


Gestern hingen viele Kirschen

Gestern hingen viele Kirschen noch am Stiele. Heute sind die Zweige leer, Keine Kirsche find´ ich mehr. Spatzen, warum ließet ihr Nur die harten Kerne mir? Gestern, könnt es glauben, Gab´s noch süße Trauben. Heute sind die Ranken leer, Keine Beeren find´ ich mehr. Spatzen, warum ließet ihr Nur die leeren Schalen mir? Will euch […]

Mittwoch. 06. Dezember 1848 in: Politische Gedichte | |


Frau Spinne spinnt im Sonnenschein

Frau Spinne spinnt im Sonnenschein Und singt dazu ein Liedelein: Di da didallala. Sie spinnt so zart, sie spinnt so fein, Und denkt: Wer will mein Meister sein? Di da didallala. Da hangt ihr Häuslein blank und rein, Frau Spinne setzt sich mitten drein. Di da didallala. „Nun sitz´ ich hier so ganz allein — […]

Mittwoch. 06. Dezember 1848 in: Kinderlieder | Politische Gedichte | |