Fallersleben-Jahr: 1858

Das Leben des Hoffmann von Fallersleben

Von dem Sturm der Zeit vertrieben (An Freiligrath in London)

Von dem Sturm der Zeit vertrieben weilest du am fremden Strand, und ich bin daheim geblieben hoffnungsvoll im Vaterland. Doch getrennt auch eint uns beide eine Sehnsucht noch hinfort: Wie in Freud´ einst so im Leide sind wir eins, ich hier, du dort. Unser Hoffen, unser Lieben, nein, es kann nicht untergehn ! Ja, es […]

Samstag. 09. Januar 1858 in: Auf der Flucht | |


So viele Blumen (Nach Edward´s Tode)

So viele Blumen blühen nun, Mein Blümchen blüht nicht mehr; Die Stätte, wo´s noch neulich stand, Die ist nun wieder leer. Ich wandle durch die Blüthenwelt Allein mit meinem Schmerz, Und niemand kennt und theilet ihn Als nur ein Mutterherz. Was blickt ihr Blumen mich so an? So hat mein Kind geblickt Aus seinen blauen […]

Dienstag. 26. Januar 1858 in: Melancholie | |


Carolyne zu Sayn-Wittgenstein und Prinzessin Marie

Carolyne zu Sayn-Wittgenstein hatte sich von ihrem Ehegatten getrennt und lebte mit ihrer großen Liebe – Franz Liszt – in Weimar zusammen. Als Wohnsitz hatten sie die „Altenburg“ gekauft.Hier entstanden Liszts große Werke, hierher strömten Künstler aus ganz Europa. Die Altenburg wurde ein Musensitz. Das Ehepaar Hoffmann war ständiger Gast und dankbar für den geselligen […]

Sonntag. 21. Februar 1858 in: Biographie |


Hornissen, Wespen, Hummeln

Hornissen, Wespen, Hummeln, Wo die herum sich tummeln, Da laß du das Necken Mit Gerten und Stecken Und wenn sie Pflaumen und Trauben Benaschen auch und beklauben, Honig den Bienen rauben, Sie können sich rächen Und können dich stechen. Laß drum herum sich tummeln Und summen Und brummen Hornissen, Wespen und Hummeln! -1858

Samstag. 07. August 1858 in: Gedichte mit Tieren | Kinderlieder | |


Regen Regen Himmelssegen

Regen, Regen! Himmelssegen! Bring uns Kühle, lösch den Staub und erquicke Halm´ und Laub! Regen, Regen! Himmelssegen! Labe meine Blümelein, Daß sie blühn im Sonnenschein! Regen, Regen! Himmelssegen! Nimm dich auch des Bächleins an, Daß es wieder rauschen kann! (1858)

Samstag. 04. Dezember 1858 in: Kinderlieder | Naturgedichte | |


Liebe Sonne scheine wieder (Beim Regen)

Liebe Sonne, scheine wieder, Schein die düstern Wolken nieder! Komm mit deinem goldnen Strahl Wieder über Berg und Tal! Trockne ab auf allen Wegen Überall den alten Regen! Liebe Sonne, laß dich sehn, Daß wir können spielen gehn! Text: Hoffmann von Fallersleben (1858)

Samstag. 04. Dezember 1858 in: Kinderlieder | |


Komm mein liebes Fränzchen (Zum Tanz)

Komm, mein liebes Fränzchen, Mach mit mir ein Tänzchen, Tanze mit mir! Komm! Hinauf, hinunter, Immer frisch und munter Tanz´ ich mit dir! Wie grün ist das Feld, Die Täler und Höhn! Wie fröhlich die Welt, Und alles wie schön! Komm, mein liebes Fränzchen, Mach mit mir ein Tänzchen, Tanze mit mir! Komm! Hinauf, hinunter, […]

Samstag. 04. Dezember 1858 in: Feiern und Feste | Kinderlieder | |


Nußknacker du machst ein grimmig Gesicht

Nußknacker, du machst ein grimmig Gesicht – Ich aber, ich fürchte vor dir mich nicht: Ich weiß, du meinst es gut mit mir, Drum bring´ ich meine Nüsse dir. Ich weiß, du bist ein Meister im Knacken: Du kannst mit deinen dicken Backen Gar hübsch die harten Nüsse packen Und weißt sie vortrefflich aufzuknacken. Nußknacker, […]

Samstag. 04. Dezember 1858 in: Kinderlieder | |


Vesperbrötchen stell dich ein

Vesperbrötchen, stell dich ein, Aber komm nur nicht zu klein! Denn das Spitzlchen und das Spätzchen Und das liebe Mausekätzchen, Alle, alle warten dein: Vesperbrötchen, stell dich ein! Mutter, eben schlug es vier, Und um viere vespern wir. Wartet Spitzchen auch und Spätzchen Und das liebe Mausekätzchen, Warten kann dein Franz nicht mehr, Denn ihn […]

Sonntag. 05. Dezember 1858 in: Kinderlieder | |


Die Buttermilch mein Leibgericht

Die Buttermilch mein Leibgericht, Die Buttermilch mein Leben! Frau Nachbarin kann Beßres nicht Mir zum Geschenke geben. Was aber schenk´ ich ihr dafür, Mich dankbar zu erweisen? Ich geh´ und will vor ihrer Tür Die Buttermilch lobpreisen. O Buttermilch, wie schmeckest du So gut, wie bist du labend! Dich könnt´ ich trinken immerzu Vom Morgen bis […]

Sonntag. 05. Dezember 1858 in: Naturgedichte | |