Fallersleben-Jahr: 1873

Das Leben des Hoffmann von Fallersleben

Weh dir daß stets die Überlieferung

Weh dir, daß stets die Überlieferung mit dir noch treibt ihr Gaukelspiel, daß du bei allem Mühn und Geistesschwung fern bleibst von deiner Zukunft Ziel Die Fremde machst du dir zum Vaterland, das Tote soll dein Leben sein, spazierest an der Vorzeit Gängelband in unsere neue Welt hinein O werde deiner endlich doch bewußt, sieh […]

Mittwoch. 01. Januar 1873 in: Deutsches | |


Hampelmann was fängst du an

Hampelmann, was fängst du an? Hängst so ruhig an der Wand, Regest weder Fuß noch Hand! Hampelmann, was fällt dir ein, Willst du nicht mehr lustig sein? Warte nur! Ich ziehe dich, Lustig wirst du sicherlich; Rühren sollst du Arm und Bein, Lustig, lustig mußt du sein! Hampelmann, frisch, wohlan! Auf und nieder, hin und […]

Samstag. 04. Januar 1873 in: Kinderlieder |


Schneeglöckchen

Schneeglöckchen, ei, du bist schon da? Ist denn der Frühling schon so nah? Wer lockte dich hervor ans Licht? Trau doch dem Sonnenscheine nicht! Wohl gut er´s eben heute meint, Wer weiß, ob er dir morgen scheint? „Ich warte nicht, bis alles grün; Wenn meine Zeit ist, muß ich blühn. Der mich erschuf für diese […]

Donnerstag. 06. März 1873 in: Frühling | unbekannt | |


Wer jetzt ein braver Soldat will sein

Wer jetzt ein braver Soldat will sein der stelle sich flink in unsere Reih´n Rum bidi bum bum rum bidi bum bum der stelle sich flink in unsere Reih´n Die deutsche Fahne, die flattert voran wir folgen ihr alle Mann für Mann So ziehen wir aus ganz mutig und stolz und ist unser Schwert auch […]

Sonntag. 06. April 1873 in: Kinderlieder | Soldatenlieder | |


Der Frühling ist ein Maler (Maler Frühling)

Der Frühling ist ein Maler, Er malet alles an, Die Berge mit den Wäldern, Die Täler mit den Feldern: Was der doch malen kann! Auch meine lieben Blumen Schmückt er mit Farbenpracht: Wie sie so herrlich strahlen! So schön kann keiner malen, So schön, wie er es macht. O könnt´ ich doch so malen, Ich malt´ […]

Montag. 07. April 1873 in: Frühling | |


Unsere Väter sind gesessen

Unsere Väter sind gesessen auch vor vollen Gläsern hier unsre Väter sind vergessen und vergessen werden wir Wer kann alles auch behalten was geschieht und nicht geschieht Ob sich hier die Stirn in Falten dort der Mund zum Lächeln zieht Leer´ und volle Köpf´ und Taschen werden nach uns auch noch sein nach uns gibt´s […]

Montag. 28. April 1873 in: Trinklieder | |


Lasset uns schlingen dem Frühling Blümelein

Lasset uns schlingen dem Frühling Blümelein zum Kranz Lasset uns springen, heißa, zum Tanz Blumenpracht, Laubesduft, reges Gewimmel Sang und Klang, Sonnenschein, heiterer Himmel Dank dem Gefährten bei unserm Spiel und Scherz und Tand! Was wir begehrten, hat er gesandt Blumenpracht, Laubesduft, reges Gewimmel Sang und Klang, Sonnenschein, heiterer Himmel Hat er doch wieder ein […]

Dienstag. 06. Mai 1873 in: Frühling | |


Was haben wir Gänse für Kleidung an

Was haben wir Gänse für Kleider an? Gi, ga, gack? Wir gehen barfuß allezeit In einem weißen Federkleid. Gi, ga, gack! Wir haben nur einen Frack. Was trinken wir Gänse für einen Wein? Gi, ga, gack? Wir trinken nur den stärksten Wein, Das ist der Gi – ga – Gänsewein, Gi, ga, gack, Ist stärker […]

Donnerstag. 15. Mai 1873 in: Kinderlieder | |


Das Unbegreiflichste des Menschen

Das Unbegreiflichste des Menschen ist eben das Interessanteste am Menschen. Könnte ihn die Philosophie dahin bringen, daß er sich selbst begriffe, so würde er allen Wohlgefallen an sich verlieren. Der Himmel aber hat dafür gesorgt, daß es ihm nie gelingt…

Donnerstag. 15. Mai 1873 in: Persönliches | Zitate |


Dichten und Singen

„Das wahre lyrische Dichten erscheint mir wie ein musikalisches Komponieren mit Worten, wir schreiben statt der Töne Worte auf; ich habe mich so daran gewöhnt, daß ich beinah nie dichte ohne zugleich zu singen.“

Donnerstag. 15. Mai 1873 in: Zitate |