Schlagwort: 1832-1839

Lobrede auf Schiller

Ich habe einst die Philister leben lassen, aber ich müßte jetzt das Leben hassen und die Sonn´ und den Regen, die die Reben nähren und uns das Schön´re zum Leben gewähren – sollt´ ich mich zu solchen Dingen zwingen und ein Lob den Philisterlingen bringen. Ich will nicht beehren mit einem Tropfen die Tröpfe und […]

Politische Gedichte | | 1839


Dunkel sind nun alle Gassen

Dunkel sind nun alle Gassen Und die Stadt ist öd und leer Denn mein Lieb hat mich verlassen Meine Sonne scheint nicht mehr Büsch und Wälder, Flüss und Hügel Liegen zwischen ihr und mir – Liebe, Liebe, gib mir Flügel, Daß ich fliegen kann zu ihr! Liebe, laß ihr Bild erscheinen! O so blick ich […]

Liebesgedichte | | 1838


Ich will von dir was keine Zeit zerstöret

Ich will von dir, was keine Zeit zerstöret Nur Schönheit, die das Herz verleiht Ich will von dir, was nie der Welt gehöret Die engelreine Kindlichkeit Das sind des Himmels allerbeste Gaben Das ist des Lebens schönste Zier Hat dich die Welt, so kann ich dich nicht haben Lebst du der Welt, so stirbst du […]

Liebesgedichte | | 1836


Der Frühling hat sich eingestellt

Der Frühling hat sich eingestellt, Wohlan, wer will ihn sehn? Der muß mit mir ins freie Feld, Ins grüne Feld nun gehn. Er hielt im Walde sich versteckt, Daß niemand ihn mehr sah; Ein Vöglein hat ihn aufgeweckt, Jetzt ist er wieder da. Jetzt ist der Frühling wieder da: Ihm folgt, wohin er zieht, Nur […]

Frühling | | 1836


Du lieblicher Stern (Der Abendstern)

Du lieblicher Stern, du leuchtest so fern. Doch hab´ ich dich dennoch, von Herzen so gern. Wie lieb´ ich doch dich So herzinniglich! Dein funkelndes Äuglein Blickt immer auf mich. So blick´ ich nach dir, Sei´s dort oder hier: Dein freundliches Äuglein Steht immer vor mir. Wie nickst du mir zu In fröhlicher Ruh´! 0 liebliches […]

Abendlieder | Kinderlieder | | 1835


Es leben die Philister

Es leben die Philister Ihre Gevattern und ihre Geschwister Die Poetenverachter, Monetenbetrachter Die Luchser, die Muckser die Pfennigfuchser Die Mucker und Achselzucker Die Agio- und Taxenkucker die Linsenleser und Zinsenzähler Die Couponschneider und Hungerleider Die, wo andere vor Freude weinen gleich mit dem Regenschirm erscheinen und wo die Freude droht einzuschlagen den Blitzableiter in der […]

Politische Gedichte | | 1835


Zwischen Blumen schlaf ich

Zwischen Blumen schlaf ich, bei des Baches Und der Vögel süßem Kosen Unterm Schirme des Holunderdaches Und im Dufte frischer Rosen Laßt mich schlafen, träumen, bis ich werde Meiner Liebe Glück erwerben Nur dem Liebenden gehört die Erde Ohne Liebe will ich sterben Blüten beben in dem Spiel der Winde Und dem Sang der Nachtigallen, […]

Liebesgedichte | | 1835


Komm zum Garten zu dem wohlbekannten

Komm zum Garten, zu dem wohlbekannten Komm zum Rasensitz, dem oft genannten Wo zum Maitrank Schmetterling’ und Bienen Sind erschienen Komm zum Herzen Herz, komm Mund zum Munde Schlägt die Stunde Um uns sollen sich die Vögel schwingen, Unsre Lieb und unsre Freude singen; Streuen sollen uns die Maienlüfte Blüt’ und Düfte, Wenn wir küssend […]

Liebesgedichte | | 1835


Der Kuckuck und der Esel

Der Kuckuck und der Esel, Die hatten großen Streit, Wer wohl am besten sänge Zur schönen Maienzeit Der Kuckuck sprach: “Das kann ich!” Und hub gleich an zu schrei´n. Ich aber kann es besser! Fiel gleich der Esel ein Das klang so schön und lieblich, So schön von fern und nah; Sie sangen alle beide […]

Frühling | Gedichte mit Tieren | | 1835


Der Guardian ging über Feld

Der Guardian ging über Feld so leicht als zög er aus der Welt trug nur am Leibe Kutt und Rock und in der hand den Wanderstock Da eilet wie von ungefähr des Wegs ein Edelmann daher: “Ehrwürdiger Herr, Gott grüß Euch hier ! Desselben Weges wandern wir.” Sie sprechen dies, sie sprechen das, erzählen manchen […]

Politische Gedichte | | 1835