1840-1847 Vormärz

Schön wie´s Lied der Nachtigallen

Schön wie´s Lied der Nachtigallen, Schön wie eines Sternes Licht Ist des Kindes süßes Lallen, Ist sein lächelnd Angesicht. Aus den blauen Augen schauen Himmelsfried´ und sel´ge Ruh´. Heiter wie voll Gottvertrauen Lächelt es uns allen zu. So in Reden und Gebärden Sei auch du den Kindern gleich; Ihnen gab schon hier auf Erden Gott […]

Persönliches | 1836


Was eine Kindesseele (Dem Mutterherzen)

Was eine Kindesseele Aus jedem Blick verspricht! So reich ist doch an Hoffnung Ein ganzer Frühling nicht. Wie uns den Frühling kündet Ein Veilchen schon im März, So ward dein Kind ein Frühling Für dich, o Mutterherz. Es wird zur Rose werden In Zucht und Sittsamkeit Und dir erneu´n auf Erden Die eigne Frühlingszeit. -1836

Frühling | Persönliches | 1836


Abend wird es wieder

Abend wird es wieder Über Wald und Feld Säuselt Frieden nieder Und es ruht die Welt. Nur der Bach ergießet Sich am Felsen dort, Und er braust und fließet Immer, immer fort. Und kein Abend bringet Frieden ihm und Ruh, Keine Glocke klinget Ihm ein Rastlied zu. So in deinem Streben Bist, mein Herz, auch […]

Abendlieder | 1837


Aus jenen grünen Büschen (Das verwüstete Dorf)

Aus jenen grünen Büschen Sah unser Dorf heraus, Da lag in Fried´ und Segen So manch Gehöft und Haus. Des wilden Feindes Beute Ward unser Hab und Gut; Und was er uns gelassen, Verzehrte Feuersglut. Jetzt irren wir wie Bettler Und heimatlos umher, Als ob auf dieser Erde Kein Glück noch Friede wär´. Der du […]

Politische Gedichte | 1837


Wie sehn ich mich nach deinen Bergen wieder

Wie sehn ich mich nach deinen Bergen wieder nach deinem Schatten, deinem Sonnenschein! Nach deutschen Herzen voller Sang und Lieder nach deutscher Freud und Lust, nach deutschem Wein! Könnt´ ich den Wolken meine Hände reichen ich flöge windesschnell zu dir hinein; könnt‘ ich dem Adler und dem Lichtstrahl gleichen wie ein Gedanke wollt ich bei […]

Heimat | 1839


Treue Liebe bis zum Grabe

Treue Liebe bis zum Grabe Schwör ich dir mit Herz und Hand; Was ich bin und was ich habe, Dank ich Dir mein Vaterland Nicht in Worten nur und Liedern Ist mein Herz zum Dank bereit, Mit der Tat will ich’s erwidern Dir in Not, in Kampf und Streit. In der Freude wie im Leide […]

Deutsches | 1839


In des Maies schönen Tagen (Mailied)

In des Maies schönen Tagen, Auf, frisch auf ! und laßt uns jagen durch den Wald und durch´ s Gefild. Unsere Jagd gilt nicht den Füchsen, nicht den Hasen, Rehen und Lüchsen, frei sei heute jedes Wild! Auf, frisch auf ! und laßt uns jagen, alles Jammern, alles Klagen, alle Not und Qual und Last; […]

Frühling | Politische Gedichte | 1840


So hochgeboren ist kein Mann (König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen)

So hochgeboren ist kein Mann daß er die Lieb´ entbehren kann Wer aber Treu und Lieb´ gewann das ist fürwahr der höchste Mann Heil ihm ! der nicht allein auf dem Throne thront heil ihm ! der auch in unseren Herzen wohnt der uns gehört, wie wir ihm gehören noch eh er uns ließ die […]

Politische Gedichte | 1840


Sklavenhandel weh ich zittre (Grosshandel)

Sklavenhandel ! weh, ich zittre bei dem Worte schon; Alles Grauenvoll´ und Bittre liegt in diesem Ton. Nun, den Frevel hat gerochen endlich unsere Zeit, endlich ward der Stab gebrochen dieser Grausamkeit. Aber ach, es schwand im Kleinen nur der Menschenkauf, denn im Großen, will es scheinen hört er niemals auf Hat man doch auf […]

Politische Gedichte | 1840


Ihr wilden Gänse (Die Wilden Gänse)

Ihr wilden Gänse habt es gut, ihr ziehet frei und wohlgemut von einem Strand zum andern Strand durchs ganze liebe Deutsche Land. Uns zahmen Menschen geht´s nicht so, wir reisten auch gern frei und froh ununtersucht und unbekannt durchs ganze liebe deutsche Land Kaum sind wir aber außer Haus , so muß auch schon der […]

Naturgedichte | Politische Gedichte | 1840


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