1840-1847 Vormärz

Und wieder hatt es mich getrieben (Lied eines Verbannten)

Und wieder hatt´ es mich getrieben dahin, wo ich gewandert aus Ich kehrte heim zu meinen Lieben froh trat ich ein ins Vaterhaus. Es zogen alte Kläng´ und Lieder beseligend durch meine Brust: Ich war in meiner Heimat wieder im Reiche meiner Jugendlust Da wollt´ ich unter Blütenbäumen die alten stillen Tag erneu´n und meine […]

Auf der Flucht | 1843


Die Kinder spielten auf den Straßen

Fünf Jahre noch – ein halb Jahrhundert ist dann mit mir dahingerollt; Ich staun und frage mich verwundert: hast du erreicht, was du gewollt ? Die Kinder spielten auf den Straßen vor fünfzig Jahren so wie jetzt; Sie wurden Männer, tranken, aßen, und – blieben Kinder doch zuletzt Auch ich, ich bin ein Kind geblieben, […]

Persönliches | 1843


Der Hirtenknabe

Eben wann der Morgen graut, Noch in aller Frühe Treib ich täglich auf die Alp Täglich meine Kühe. Und die Vögel singen dann Mir die schönsten Lieder, Und zur Antwort sing ich dann Ihnen freundlich wieder. Wollen meine Kühe nicht mehr zu Mittag grasen, Ruhen wir im Schatten aus auf dem kühlen Rasen. Und ich […]

Naturgedichte | 1843


Der Frühling ist gekommen

Der Frühling ist gekommen Es grünet Wald und Feld – Frisch auf, mein Sang, verkünd´ es Der ganzen deutschen Welt Zerspreng´ des Schlafes Bande Drin jetzt noch alles ruht, Und weck´ in allen Herzen Des Frühlings Lust und Muth! Der Frühling ist gekommen, Es grünet Wald und Feld – Frisch auf, mein Sang, verkünd´ es […]

Frühling | Politische Gedichte | 1843


Der Morgen graut (Der Regierungsrat)

Der Morgen graut, der Regierungsrat sitzt schon bei seinen Geschäften ist ausgerüstet für Kirch und Staat mit frisch erneuerten Kräften er denkt mit Freuden an seine Pflicht und schreibet einen neuen Bericht Er sitzt und sitzt in den Akten tief hat Weib und Kind vergessen und hätte, wenn ihn die Frau nicht rief sogar die […]

Spott auf Obrigkeit | 1843


Das Lied vom deutschen Philister

Der deutsche Philister, das bleibet der Mann auf den die Regierung vertrauen noch kann der passet zu ihren Beglückungsideen der läßt mit sich alles gutwillig geschehn Befohlenermaßen ist er stets bereit zu stören, zu hemmen den Fortschritt der Zeit zu hassen ein jegliches freies Gemüt und alles, was lebet, was grünet und blüht Sprich, deutsche […]

Die CD | Philister | 1843


Du deutscher Bienenschwarm

Du deutscher Bienenschwarm, O, daß sich Gott erbarm´ ! Was hast du alles schon gemacht! Du mühst und quälst dich Tag und Nacht, und bringst es doch nicht weiter. Du Volk voll Industrie, voll Geist und Poesie, du dringst in Kunst und Wissenschaft und holst heraus den besten Saft und füllest deine Zellen. Du edle […]

Deutsches | 1843


Der Sommer ist gekommen

Der Sommer ist gekommen für das deutsche Vaterland Frisch auf drum deutscher Michel jetzt nimm die Sens und die Sichel Alle Welt fort ins Feld Frisch und froh wie ein Held Nimm die Sichel in die Hand und schneide, schneid und ernte! Text: Hoffmann von Fallersleben – Sommer 1843 Gerstenberg merkt zu diesem Lied an: […]

Politische Gedichte | Sommer | 1843


Ein Leben war´s im Ährenfeld

Ein Leben war´s im Ährenfeld wie sonst wohl nirgend auf der Welt, Musik und Kirmes weit und breit und lauter Lust und Fröhlichkeit Die Grillen zirpten früh am Tag Und luden ein zum Zechgelag: Hier ist es gut, herein! herein! Hier schenkt man Tau und Blütenwein. Der Käfer kam mit seiner Frau, Trank hier ein Mäßlein kühlen […]

Naturgedichte | 1843


Husarenlied

Es ist nichts Lust´gers auf der Welt und nichts ist so geschwind, als wir Husaren in dem Feld und vor dem Feinde sind Wir schwärmen wie ein Bienenschwarm rings um den Feind herum und wer nicht läuft, daß Gott erbarm´ den hau´n wir blitzschnell um Und steht der Feind auch felsenfest so heißt es: Drauf […]

Politische Gedichte | 1843


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