Deutsche Lieder aus der Schweiz

Sprecht mir nicht von Pyramiden

Sprecht mir nicht von Pyramiden, Mammuttierversteinerung ! Was dem Dichter ist beschieden, lebt und atmet ewig jung Nicht antikenvolle Räume, nicht Papyrus, nicht Mebran können ihn und seine Träume Freud- und lebensvoll umfahn Nicht der Moder in den Grüften, Klosterzell und Burgverlies taugen zu den reinen Lüften, drin erblüht sein Paradies >Weg mit allem Toten, […]

Persönliches | Trinklieder | 1836


Der Wächter sang herab von hoher Zinnen

Der Wächter sang herab von hoher Zinnen: Die Nacht sie eilt von hinnen ! Wacht auf ! Wacht auf und lasset nicht das süße Licht des neuen Tags verrinnen ! Da hörte man die kleinen Vöglein singen und Preis dem Tage bringen, dem Tage, der von langer Nacht sie frei gemacht und aus des Schlafes […]

Politische Gedichte | 1840


Es saust der Wind (Lied der Unfähigen)

Es saust der Wind, es braust das Meer, wir wollen nicht erzittern: Das Recht ist unsere Waff´ und Wehr´, wir stehen wie der Fels im Meer trotz Sturm und Ungewittern Viel Feind, viel Ehr´! ist unser Spruch in gut´ und bösen Tagen. Der Feinde List, der Feinde Dräun heißt uns den edlen Kampf erneun, wir […]

Allgemein | 1841


Der Guten Sache

Frisch auf ! frisch auf mit Sang und Klang, daß Herz und Sinn erwache! Ein freudig Hoch! Ein dreifach Hoch! Es gilt der guten Sache. Wir sind dieselben immer noch, wir wollen es auch bleiben, mag auch Verrat, mag Lug und Trug stets seine Künste treiben Gott steh uns bei, nie können wir in diesem […]

Politische Gedichte | 1841


Wir haben´s geschworen (Nunquam retrorsum)

Wir haben´s geschworen, nie tut es uns leid: Geht alles auch verloren, wir halten unseren Eid. Und ist sie vernichtet, die Konstitution, ein Gott im Himmel richtet, hoch überm Königsthron. Wir haben´ s geschworen, nie tut es uns leid: Geht alles auch verloren, wir halten unseren Eid. wir stehen wie die Eichen, trotz Wetter und […]

Allgemein | 1841


Ja immer Friede mit dem Guten (Gebet)

Ja, immer Friede mit dem Guten und mit den Bösen immer Krieg ! Herr, führ uns in der Hölle Gluten, nur immer führ uns, Herr, zum Sieg ! Laß Recht und Wahrheit nicht verderben und fallen durch der Feinde Hand, Laß lieber uns im Kampfe sterben und rette du das Vaterland 8. November 1841 Melodie: […]

Allgemein | 1841


So schlaf in Ruh (Wiegenlied 1841)

So schlaf in Ruh´, mein Söhnlein du! Dein Vaters sprach ein freies Wort, da führten ihn die Schergen fort in einen Kerker weit von hier, weit weit weg von mir, weit weg von Dir. So schlaf in Ruh´, mein Söhnlein du! Dein Vater leidet Schmach und Not, dein Vater ist lebendig tot, und seine Freunde […]

Politische Gedichte | Wiegenlieder | 1841


Wenn du erzählest deutsche Geschichte (Tod und Leben)

Du sollst so dünn gefoltert werde, daß die Sonne durch dich scheint. (Grimms Rechtsaltertümer 95) Wenn du erzählest, Deutsche Geschichte Hexenprozesse, Hexengerichte segne ich unsere Zeit wo man weit und breit keine deutsche Hexe kennt keine foltert und verbrennt Die Menschen waren früher dumm und schlechter doch wir sind aufgeklärt und viel gerechter Wenn du […]

Politische Gedichte | 1841


Deutschland was fehlt dir?

Deutschland, was fehlt Dir? Was klagest du so ? Bist ja so glücklich, und dennoch nicht froh ! Deutschland, so klage, so traure doch nicht! Hast Du nicht alles was vielen gebricht? Wälder und Felder, und Täler und Höhen, alles voll Segen so herrlich und schön; Honig und Butter, und Bier und auch Wein – […]

Deutsches | 1841


Goethescher Farbenwechsel

Der Goethe war fürs Vaterland und deutsche Freiheit einst entbrannt: Er schrieb den Egmont, Götz und Faust, daß manchen Fürsten jetzt noch graust. Doch Herr von Goethe ward er bald, für Vaterland und Freiheit kalt; Ei, wie es wunderlich doch geht! Der Goethe ward ein Hofpoet. Der Goethe lobte Hutten sehr, bewies ihm eine große […]

Dichtung und Wahrheit | Politische Gedichte | 1841


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Die deutschen Lieder aus der Schweiz erschienen – wie der Name schon sagt – in der Schweiz und wurden heimlich nach Deutschland gebracht. Bis auf Kinderlieder konnte Hoffmann zu dieser Zeit, 1843-44, in Deutschland nichts drucken lassen.