Heidelieder für Ida

Du Mädchen von der Heide

Du Mädchen von der Heide In Deinem dunklen Haar, In Deinem blauen Kleide So schön, so wunderbar! Ich möcht´ am Wege stehen Als Glockenblümelein, Dich fröhlich wandeln sehen Im Thau und Sonnenschein! Ich möcht´ als Falter leben In Wiese, Feld und Hag, Ich möchte Dich umschweben Den langen Sommertag! Ich möcht´ als Vogel fliegen Um […]

Liebesgedichte | 1849


Ja Du bist mein

Ja, Du bist mein! Ich will´s dem blauen Himmel sagen, Ich will´s der dunkeln Nacht vertrau´n, Ich will´s als frohe Botschaft tragen Auf Bergeshöh´n, durch Heid´ und Au´n. Die ganze Welt soll Zeuge sein: Ja, Du bist mein! Und ewig mein! Ja, Du bist mein! In meinem Herzen sollst Du leben, Sollst haben was sein […]

Liebesgedichte | 1849


Endlich hab ich Dich gefunden

Endlich hab´ ich Dich gefunden Nach so manchem bangen Gang, Und der Liebe süße Stunden Grüß´ ich nun mit Sang und Klang. Endlich ist der Schmerz verbunden, Der die Hoffnung fast verschlang, Und so muß mein Herz gesunden, Seit es sich sein Glück errang. Ja, Du bist mit mir verbunden, Treu mit mir mein Lebelang: […]

Liebesgedichte | 1849


Neuer Frühling neues Leben

Neuer Frühling neues Leben Neues Leben auch für mich! Denn der Himmel hat gegeben Beides mir, er gab mir Dich. Wenn ich d´rum Dich froh begrüße, Heute Dich an diesem Tag, Grüß´ ich alles Lieb und Süße, Was ich mir nur wünschen mag. Ist mir dieses Tags beschieden Manche frohe Wiederkehr, Nun, so will ich […]

Liebesgedichte | 1852


Kein König gab mir einen Orden

Kein König gab mir einen Orden, Noch einen Titel oder Rang, Und dennoch bin ich mehr geworden, Als ich geahnt mein Leben lang. Der Herr der Herren, Er da droben Hat gnädig seines Knechts gedacht. Mein Herz muß preisen Ihn und loben: Er hat zum Vater mich gemacht. Zum 30. Mai 1852 – Neuwied , […]

Gott und Teufel | Liebesgedichte | 1852


Alles scheidet liebes Herz

Alles scheidet, liebes Herz! Aber Alles kehret wieder: Auch die Freude läßt sich nieder Wo noch eben weilt der Schmerz. Fasse Muth! es kehrt Dein Glück, Liebes Herz, auch Dir zurück! Alles scheidet, liebes Herz! Trost und Hoffnung will nicht scheiden. Hoffe dann in Deinem Leiden, Tröste Dich in Deinem Schmerz! Trost und Hoffnung blieb […]

Frühling | Trostgedichte | 1852


Siehe der Frühling währet nicht lang.

Siehe, der Frühling währet nicht lang: Bald ist verhallt der Nachtigall Sang. Blühen noch heute Blumen im Feld, Morgen ist öd´ und traurig die Welt. Aber der Liebe selige Lust Ist dich des Wandels nimmer bewußt. Alles auf Erden hat seine Zeit; Frühling und Winter, Freuden und Leid, Hoffen und Fürchten, Ruh´n und sich Müh´n, […]

Liebesgedichte | 1852


Könnt ich wandeln durch die Auen!

Könnt´ ich wandeln durch die Auen, Blumen pflücken mir zum Strauß! Könnt´ ich von den Bergen schauen Weit ins grüne Land hinaus! Und Du gingst an meiner Seite Heiter wie die Frühlingswelt, Und Du gäbst mir das Geleite Ueberall durch Wald und Feld! Frühling ist es schon gewesen, Doch er stellt sich wieder ein: Wärest […]

Frühling | Liebesgedichte | 1852


Dein Leben war ein Leiden (Marias Tod)

Dein Leben war Ein Leiden Ein langes Weh und Ach Und als wir sahn Dich scheiden Da weinten wir Dir nach Du Knosp´ in Engelsfrieden Gehüllt so hoffnungsgrün Du solltest uns hienieden Zur Blume nicht erblüh´n Du brachtest als Du kamest Der Hoffnung selig Glück Und als Du Abschied nahmest Blieb uns der Schmerz zurück […]

Melancholie | 1853


Wie lächelst du so froh mir zu!

Wie lächelst du so froh mir zu! O schöner Tag, wer ist wie du So reich an Lieb´ und Güte? So hat kein Frühling mein gedacht, Kein Frühling hat mir so gebracht Der Freude volle Blüthe. Erneut hat heut Deine Sonne Freud´ und Wonne Meinem Herzen, Das da lag in Leib und Schmerzen So sei […]

Liebesgedichte | 1853


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