Schlagwort: Heidelieder für Ida

Tröste Dich in Deinem Leid (Idas Tod)

Tröste Dich in Deinem Leid, Das Dir Gott beschieden! Ist doch nur Vergänglichkeit Unser Los hienieden Eh´ das Leben oft beginnt, Ist es schon vergangen; Mitten in dem Leben sind Wir vom Tod umfangen. Arm und Reich, und Alt und Jung, Was sich liebt´ und freute, Hoffnung, Freud´, Erinnerung Wird des Todes Beute. Tröste Dich, […]

Gott und Teufel | Melancholie | | 1860


Der schönste Wunsch

Der schönste Wunsch auf diesem Erdenrund, Den ich dem Himmel schon so oft tat kund Und den ich täglich heg´ im Herzensgrund Ihn kündet heute Dir der Mund: Sei heiter und Sei bald gesund! Zum 11 April 1860 – Weimar – Zum Geburtstage seiner Frau Ida

Liebesgedichte | | 1860


Du rosige Apfelblüte

Du rosige Apfelblüte, Du blaues Vergißmeinnicht! O daß Dich Gott behüte. Eh´ noch mein Auge bricht! Wie aus dem Lenzgefilde Blickt ein Vergißmeinnicht, So blicket Lieb´ und Milde Aus Deinem Augenlicht. Und wie die Apfelblüte Aus ihrer Knospe bricht, So blühet Lieb´ und Güte Aus Deinem Angesicht. O daß Dich Gott behüte, Eh´ noch mein […]

Liebesgedichte | | 1859


So viele Blumen (Nach Edward´s Tode)

So viele Blumen blühen nun, Mein Blümchen blüht nicht mehr; Die Stätte, wo´s noch neulich stand, Die ist nun wieder leer. Ich wandle durch die Blüthenwelt Allein mit meinem Schmerz, Und niemand kennt und theilet ihn Als nur ein Mutterherz. Was blickt ihr Blumen mich so an? So hat mein Kind geblickt Aus seinen blauen […]

Melancholie | | 1858


Dein Geburtstag heute wieder

Dein Geburtstag heute wieder, Und der Frühling kommt zu mir, Und das schönste aller Lieder Säng´ ich heute gerne Dir. Fühl´ ich mich doch neu geboren Und des Lebens erst bewußt, Seit mein Herz Dich hat erkoren Zur Genossin meiner Lust. Laß mich nur den Glückwunsch sagen In des Glückes Überschwang: Höre meines Herzens Schlagen! […]

Liebesgedichte | | 1855


Kein Christbaum

Kein Christbaum wird ihr mehr beschieden, Wo´s noch geschah das vor´ge Jahr. Sie schlummert schon in süßem Frieden, Die unsre Freud´ und Hoffnung war O laß uns nicht den Schmerz erneuen! Nahm Gott uns wieder unser Kind, Will er doch, daß wir auch uns freuen, Weil wir noch seine Kinder sind. Text: Hoffmann von Fallersleben […]

Gott und Teufel | Melancholie | | 1853


Wie lächelst du so froh mir zu!

Wie lächelst du so froh mir zu! O schöner Tag, wer ist wie du So reich an Lieb´ und Güte? So hat kein Frühling mein gedacht, Kein Frühling hat mir so gebracht Der Freude volle Blüthe. Erneut hat heut Deine Sonne Freud´ und Wonne Meinem Herzen, Das da lag in Leib und Schmerzen So sei […]

Liebesgedichte | | 1853


Dein Leben war ein Leiden (Marias Tod)

Dein Leben war Ein Leiden Ein langes Weh und Ach Und als wir sahn Dich scheiden Da weinten wir Dir nach Du Knosp´ in Engelsfrieden Gehüllt so hoffnungsgrün Du solltest uns hienieden Zur Blume nicht erblüh´n Du brachtest als Du kamest Der Hoffnung selig Glück Und als Du Abschied nahmest Blieb uns der Schmerz zurück […]

Melancholie | | 1853


Könnt ich wandeln durch die Auen!

Könnt´ ich wandeln durch die Auen, Blumen pflücken mir zum Strauß! Könnt´ ich von den Bergen schauen Weit ins grüne Land hinaus! Und Du gingst an meiner Seite Heiter wie die Frühlingswelt, Und Du gäbst mir das Geleite Ueberall durch Wald und Feld! Frühling ist es schon gewesen, Doch er stellt sich wieder ein: Wärest […]

Frühling | Liebesgedichte | , | 1852


Siehe der Frühling währet nicht lang.

Siehe, der Frühling währet nicht lang: Bald ist verhallt der Nachtigall Sang. Blühen noch heute Blumen im Feld, Morgen ist öd´ und traurig die Welt. Aber der Liebe selige Lust Ist dich des Wandels nimmer bewußt. Alles auf Erden hat seine Zeit; Frühling und Winter, Freuden und Leid, Hoffen und Fürchten, Ruh´n und sich Müh´n, […]

Liebesgedichte | | 1852