Revolution

Heut noch sind wir hier zu Haus

Heut noch sind wir hier zu Haus, Morgen geht´s zum Tor hinaus, Und wir müssen wandern, wandern, Keiner weiß vom andern. Lange wandern wir umher Durch die Länder kreuz und quer, Wandern auf und nieder, nieder, Keiner sieht uns wieder. Und so wandr´ ich immer zu, Fände gerne Rast und Ruh, Muß doch weiter gehen, […]

Auf der Flucht | Persönliches | 1848


So scheiden wir mit Sang und Klang

So scheiden wir mit Sang und Klang: leb wohl, du schöner Wald! mit deinem kühlen Schatten mit deinen grünen Matten du süsser Aufenthalt! Wir singen auf dem Heimweg noch ein Lied der Dankbarkeit: lad ein wie heut uns wieder auf Laubesduft und Lieder zur schönen Maienzeit! Schaut hin! von fern noch hört´s der Wald in […]

Frühling | Naturgedichte | 1848


Ich fragt einen Stern am Himmel (Glücksstern)

Ich fragt einen Stern am Himmel Willst du mein Glückstern sein? So oft ich ihn sah und fragte Gab er gar lieblichen Schein Ich sah ihn jeden Abend Er lächelte stets mir zu Und sandte Trost hernieder Und Frieden mir und Ruh Er war mein treuer Begleiter Durch manche düstre Nacht Hat meine Pfade beleuchtet […]

Liebesgedichte | 1848


Leb wohl (Scheidegruß an Mecklenburg)

Leb wohl, du Land der guten Herzen ! Du Wiege deutscher Gastlichkeit ! Du hießest freundlich mich willkommen in jener trüben, bangen Zeit. Verfolgt im ganzen deutschen Reiche, aus meiner Heimat gar verbannt, fand ich in dir, was ich verloren, fand ich in dir mein Vaterland. Frei wie in deinen Saatgefilden der Vogel lebt, so […]

Biographie | Heimat | Persönliches | 1848


Zufriedenheit ist ein Vergnügen

Zufriedenheit ist ein Vergnügen, das kann Philistern nur genügen – Ich lieb auf Erden Kampf und Streit. Zufriedenheit ist Wunsch der Stillen Spießbürger ohne Kraft und Willen – Ich lieb auf Erden Kampf und Streit. Zufriedenheit ist nur für Sklaven, die glücklich sind nur wenn sie schlafen – Ich lieb auf Erden Kampf und Streit. […]

Allgemein | 1848


So mußt ich fliehn aus meiner Heimat

So mußt ich fliehn aus meiner Heimat – nur meine Sehnsucht kreiste stumm, wie der verjagte Adler kreiset, um sein zerstörtes Nest herum. Es wollte keine Hoffnung grünen hinieden dem Verbannten mehr; dem Heimatlosen blieb verboten zur Heimat jede Wiederkehr. Wie wehrend mit dem Flammenschwerte vorm Paradies der Engel stand: so wehrten Jahre lang Gensdarmen […]

Auf der Flucht | Heimat | Politische Gedichte | 1848


Hopsa Geiger Pfeifer

Hopsa Geiger Pfeifer Jetzo spielt uns einen Schleifer! Hopsa! Geiger, Pfeifer, Spielt uns auf zum Tanz! Hopsa! Max und Käthchen, Dreht euch rum und schlagt ein Rädchen! Hopsa! Max und Käthchen, Dreht euch rum und tanzt! Hopsa! Fritz und Fränzel, Dreht euch rum und macht ein Tänzel! Hopsa! Fritz und Fränzel, Dreht euch rum und […]

Kinderlieder | 1848


Wer tanzen will der steh nicht still (So tanzen wir)

Wer tanzen will, der steh nicht still, Darf sich nicht lang besinnen; Immer dreist und wohlgemut Muß er das Ding beginnen. Herum! herum! sieh dich nicht um! Im Takte muß es gehen! Muß sich Sonne, Mond und Stern Doch auch im Takte drehen. So tanzen wir, so tanzen wir Ganz auf die rechte „Weise, Immer […]

Feiern und Feste | Kinderlieder | 1848


Gestern hingen viele Kirschen

Gestern hingen viele Kirschen noch am Stiele. Heute sind die Zweige leer, Keine Kirsche find´ ich mehr. Spatzen, warum ließet ihr Nur die harten Kerne mir? Gestern, könnt es glauben, Gab´s noch süße Trauben. Heute sind die Ranken leer, Keine Beeren find´ ich mehr. Spatzen, warum ließet ihr Nur die leeren Schalen mir? Will euch […]

Politische Gedichte | 1848


Frau Spinne spinnt im Sonnenschein

Frau Spinne spinnt im Sonnenschein Und singt dazu ein Liedelein: Di da didallala. Sie spinnt so zart, sie spinnt so fein, Und denkt: Wer will mein Meister sein? Di da didallala. Da hangt ihr Häuslein blank und rein, Frau Spinne setzt sich mitten drein. Di da didallala. „Nun sitz´ ich hier so ganz allein — […]

Kinderlieder | Politische Gedichte | 1848


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