unklar

Ach, wo ich gerne bin (Was fang ich an?)

Ach, wo ich gerne bin, Da soll ich nimmer hin, Und wo ich bleiben muß, Da hab ich nur Verdruß. Nach dem Walde soll ich nicht, In den Garten mag ich nicht, In der Stube bleib´ ich nicht — Was fang´ ich an? Ach, in dem Wald allein, Da kann man lustig sein; Da grünt […]

Frühling | Kinderlieder | 1873


Du mußt dein Herz zum Frühlingsgarten weihn

Du mußt dein Herz zum Frühlingsgarten weihn, Pflanz liebe Blumen edler Art hinein: Geduld und Hoffnung, Lieb´ und Heiterkeit Und auch das Blümelein Zufriedenheit! Dann magst du deinen Garten Gott vertraun, Auf seine Lieb´ und seine Güte baun; Doch mußt du auch das Deine freudig tun: Gott gab das Leben nicht, um auszuruhn. Und wenn […]

Frühling | Persönliches | 1873


Lustig ist das Bienenleben

Lustig ist das Bienenleben! Lustig in dem Sonnenschein Um die duft´gen Bäume schweben, Kosten edlen Blütenwein! Alles horchet, wenn sie summen In die Sommerwelt hinein, Ja die Lüfte selbst verstummen, Lauschen ihren Melodein. Bei der ersten Morgenhelle Sind sie munter und bereit, Sie verlassen ihre Zelle, Und kein Weg ist je zu weit. Darum will […]

Gedichte mit Tieren | Sommer | 1873


O wie freuen wir uns! (Frühlingstag)

0 wie freu´n wir uns, Wenn ein Frühlingstag Endlich heiter lacht Über Feld und Hag! Wenn ein Falter froh Durch die Luft sich schwingt Und ein Blümchen still Aus der Knospe springt; Wenn der letzte Schnee Rieselt hin als Quell Durch die grünen Au´n, Rein und silberhell; Wenn zum ersten Mal Uns mit frohem Schall […]

Frühling | 1873


O Sommermorgen

O Sommermorgen, wie bist du so schön, So schön im Tal und auf den Höh´n! Wenn´s Morgenrot aus Osten strahlt Und golden den Saum der Wolken malt Und mit immer glänzend röterer Glut Auf den Wipfeln der dunkelen Wälder ruht; Wenn Halm´ und Blumen in Flur und Au Frisch duften im kühlen Morgentau; Wenn durch des […]

Sommer | 1873


Der Herbst der heute gibt und nimmt

Der Herbst, der heute gibt und nimmt, Bald uns erfreut, bald uns verstimmt, Er soll uns dennoch Wohlgefallen, Weil er´s doch gut meint mit uns allen. Wir wollen uns für seine Gaben, Woran wir uns erfreun und laben, Recht dankbar allezeit erweisen Und wollen ihn freudig loben und preisen.

Herbst | 1873


Jetzt fröhlich gemut (Zum Erntekranze)

Jetzt fröhlich gemut Und schwinget den Hut, Spielt lustig zum Reigen Mit Flöten und Geigen! Juchheißa juchhei! Die Ernt´ ist vorbei. Die Ernt´ ist vorbei, Juchheißa juchhei! Flink, Annchen, Mariannchen Und Käthchen und Hannchen, Franz, Heinrich und Fritz, Zum Tanz wie der Blitz! Zum Tanz wie der Blitz, Franz, Heinrich und Fritz! Die ganze Gemeine […]

Feiern und Feste | Herbst | 1873


Der Nebel liegt auf Berg und Tal

Der Nebel liegt auf Berg und Tal, Das Feld ist leer, der Wald ist kahl, Nur frisch besätes Land wird grün, Nur hie und da noch Blumen blühn. Es schwiegen längst des Waldes Sänger, Der Tag wird kürzer, die Nacht wird länger. Da denkt der Herbst: nun ist es Zeit, Zu scheiden bin ich gern […]

Herbst | Kinderlieder | 1873


Hört wie sie blasen (Zur Kirmes)

Hört, wie sie blasen, fiedeln und schrein! Hört, wie der Brummbaß brummet darein! Willst du nicht froh sein, bleib du zu Haus! Kannst du nicht tanzen, geh nicht hinaus! Buden mit Kuchen, Bier und auch Wein, Äpfel und Birnen laden uns ein. Überall Leben, Tanz und Gesang! Überall Freude, Jubel und Klang! Singen und springen, […]

Feiern und Feste | 1873


Wohl ist der Winter die schlimmste Zeit

Wohl ist der Winter die schlimmste Zeit Der Frühling, er ist so weit, so weit! Von Grünen und Blühen keine Spur, Am Fenster gefrorene Blumen nur. Und dennoch tröst´ ich mich: mir blüht Ein ewiger Frühling im Gemüt. Ich kann in Gedanken dem Winter entschweben Und trotz dem Winter im Frühling leben.

Persönliches | Winter | 1873


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