Schlagwort: Unpolitische Lieder I

Unsre Freuden unsre Leiden (Dunkelmannstracht)

Unsre freuden, unsre Leidenwollen wir in Schwarz nur kleidenSchwarz ist Anstand überallbei dem Grab und auf dem BallTragt die Nacht nicht am Gewandejagt sie lieber aus dem LandeFinsternis und Traurigkeitherrscht genug in unsrer ZeitNach dem Sprichwort unsrer Altensollet ihr auf Farbe haltenkleidet euch in SonnenscheinNacht stellt sich von selber ein

Allgemein | | 2005


Zwei Strauße sind anjetzt vorhanden (Die beiden Strauße)

Zwei Strauße sind anjetzt vorhanden zwei Strauße von verschiedener Art Ein Paar wie sich´s in allen Landen noch niemals hat geoffenbart Man muß sie hören, muß sie sehen und mancher wird davon entzückt und mancher kann nicht mehr genesen er wird halb närrisch und verrückt Und wenn der eine musiciret spazieren wir ins Himmelshaus und […]

Politische Gedichte | | 2005


Das Wasser sprach zum Eise (Die Abtrünnigen)

Das Wasser sprach zum Eise: “Kind, so bleib doch nicht so stehn! Der Weg ist weit, die Zeit verrinnt, wir müssen weiter gehn” “Leb wohl, ich kehre nicht zurück Leb wohl! Ich bleibe hier: Beschert ward mir ein höhres Glück, jetzt bin ich mehr als ihr.” “Komm aus dem Himmel doch geschwind!” Sprach´s Wasser zu […]

Politische Gedichte | | 2005


Ihr wollt im Licht und in der Wahrheit leben (Die theologischen Daguerotype)

Die Herrschaft, oder besser, die Tyrannei des Verstandes, vielleicht die eisernste von allen, steht der Welt noch bevor. Ihr wollt im Licht und in der Wahrheit lebenauf Licht und Klarheit geht nur euer StrebenLicht soll das Wesen aller Dinge seinund alles andere ist euch Trug und ScheinIhr seid in eures Geistes voller Klarheitein Lichtbild nur, […]

Allgemein | | 2005


Wie wollt ihr des Herrn vergessen (Herrnhuter in beiderlei Gestalt)

Wie wollt ihr des Herrn vergessennicht beim Trinken noch beim Essenund ihr tunkt in roten WeinEin biscuiten Lämmlein einSo erfüllt ihr Gottes Willenim Geheimen und im Stillenund es ißt aus Christi Todeuer Nachbar trocken Brot

Allgemein | | 2005


Unmündig seid ihr allesamt (Die unmündigen Aufgeklärten)

Dort Freie und Knechte, während wir unmündig sind, unter Vorherrschaft. (Stenzel, Fränk. Kaiser 2,559)Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit (Kant) “Unmündig seid ihr allesamtDazu hat euch der Staat verdammtund wer einmal unmündig istwird aufgeklärt zu keiner Frist”Wahr mag nun wohl das eine seindas andere leuchtet uns nicht einsagt an, wo´s uns […]

Allgemein | | 2005


Sei gegrüsst du hehre Halle (Walhalla)

Sei gegrüsst, du hehre HalleDeutscher Größ´ und Herrlichkeit!Seid gegrüßt, ihr Helden alleaus der  alt´ und neuen Zeit!O ihr Helden in der Hallekönntet ihr lebendig sein!Nein, ein König hat euch allelieber doch in Erz und Stein

Allgemein | | 2005


Und seid ihr auch in Jugendfrische (Der dreizehnte Artikel)

Und seid ihr auch in Jugendfrischenoch ganz gesund, noch gar nicht alt –wo einmal dreizehn sind bei Tischestirbt einer von den dreizehn baldSo ging es, als der BundesakteDreizehnter mit bei Tische saß:Daß da der Tod den Jüngsten packteO weh! Das war ein schlechter Spaß.

Allgemein | | 2005


Mit eueren siebzig Stimmen (Vox Dei Vox Populi)

Mit eueren siebzig Stimmen habetIhr uns gar manchen Sang gemachtDoch hat der Sang uns nie gelabetnie gute Stimmung uns gebrachtUnd wenn ihr auch in allen Dingendie siebzig Stimmen richtig zähltWas kann dem Menschen doch gelingenwenn´s ihm an einer Stimme fehlt?

Allgemein | | 2005


Wer fragte je nach deinem Glauben (Weinlied)

Wer fragte je nach deinem Glauben,wenn er vor dir mit Andacht saß,bei dir, du edler Sohn der Trauben,die Zeit und alle Welt vergaß ?Willkommen, reiner Gottessegen,sei uns willkommen tausendmal !Genährt vom Himmelstau und Regen,getränkt vom Licht und Sonnenstrahl ! Aus welcher Ehe du entsprungen –gesegnet sei das Eheband !Und sprichst du auch in fremden Zungen,gesegnet […]

Allgemein | | 2005